Oh! Mein! Gott!

Was war das für ein Schreck vorgestern. Carlos (8) war verschwunden.

Aber ich fang mal chronologisch an:

13:50 Papa ruft bei Carlos´ Schule an, sagt dem Lehrer, er soll unseren Sohn bitte selbständig zwei Stationen bis S-Bahnhof Charlottenburg fahren lassen, von dort würde er ihn dann abholen. Theoretisch müsste er dann also gegen 14:10 am vereinbarten Bahnhof eintreffen.

14:30 noch immer kein Carlitos… Papa ruft noch einmal in der Schule an, fragt, ob Carlos denn auch wirklich losgeschickt worden sei. Dies bejaht der Lehrer.

Papa wartet.

Papa wird langsam unruhig.

Manchmal gibt es S-Bahnen, die nicht ihre eigentliche Strecke fahren, sondern nur bis zum Knotenpunkt Westkreuz. Das weiß Papa aus Erfahrung, Carlos auch. Papa fährt also dorthin, um nachzuschauen.

Nichts.

Papa fährt zum S-Bahnhof Savignyplatz, dort ist seine Arbeitsstelle. Vielleicht hatte Carlos verstanden, er solle direkt zu Papas Arbeit kommen, wie sonst immer wenn er alleine fahren darf.

Nichts.

Papa fährt wieder zu dem Bahnhof, an dem er sich eigentlich mit Carlos treffen wollte. Immer noch keine Spur von ihm.

15:06 Papa ruft mich im Büro an. Erzählt mir die ganze Geschichte.

15:20 leicht panisch (ok, „leicht“ ist vielleicht untertrieben) rufe ich die Polizei an. Ich erwarte eigentlich, dass die mir sagt, dass ich deswegen nicht den Notruf blockieren soll oder zumindest, dass sie vor dem Ablauf einer bestimmten Zeit gar nichts machen können und ich mich beruhigen solle, etc., etc. Aber ich werde erstaunlich ernst genommen. Einerseits freut mich das, andererseits beunruhigt es mich, denn wenn ich vom Notruf ernstgenommen werde, ist es dann nicht auch … ähm, also ernst?! Auf einmal finde ich mich in einer Situation wieder, die ich bis dato zum Glück nur vom Fernsehen her kannte – leider aus Krimis mit leider nicht immer gutem Ausgang: ich werde gefragt, wie Carlos aussieht, was er anhat. Der Magen dreht sich mir um. Hoffentlich ist ihm nichts passiert!!! Hoffentlich passiert ihm nichts!! Draußen herrscht mittlerweile Starkregen. Ich bin mir sicher, dass Carlos seine Jacke wie immer in der Schule gelassen hat, jetzt also höchstwahrscheinlich nur mit einer blauen kurzen Hose, einem gelben T-Shirt und schwarzen Turnschuhe bekleidet unterwegs ist. Aber wo??? Die Polizei fragt mich, ob er öfters schon mal weggeblieben ist. Das muss ich klar verneinen. Sie werden jetzt einen Einsatzwagen mit Sirene und Blaulicht losschicken. Das machen sie immer so, wenn Minderjährige unter 14 Jahren vermisst werden. Sie werden jetzt erst einmal zum vereinbarten Treffpunkt fahren, dahin, wo der Papa sich gerade befindet und auf ihn wartet.  Ich merke an meinem Handy, dass sich etwas tut. Entweder jemand schickt mir gerade Nachrichten oder probiert anzurufen, ich sage es dem Polizisten, werde kurz mal nachsehen, falls es eine Nachricht ist, dass Carlos in der Zwischenzeit wieder aufgetaucht ist. Aber nichts! Die Polizei schickt also einen Einsatzwagen los. Ich benachrichtige meinen Partner, der sich sobald er die Polizei am Bahnhof sieht, bei ihnen melden soll.

Dann gehe auch ich los. Natürlich habe ich gerade an diesem Tag einen wichtigen Termin am anderen Ende der Stadt. Ich entscheide mich, ihn wahrzunehmen, da ich momentan sowieso nicht von Nützen wäre. Ich hoffe einfach, bis der Termin vorbei ist, hat sich alles geklärt. Im Gehen treffe ich auf eine Kollegin, der ich die Geschichte im Schnelldurchlauf erzähle, wobei sich mir noch mal die ganze Lage verdeutlicht. Als ich in mein Auto steige, bin ich völlig aufgelöst.

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5 Minuten später dann der erlösende Anruf: Carlos ist wieder aufgetaucht! Mein Partner hatte noch mal beim Lehrer angerufen, der daraufhin selbst noch einmal die Strecke zum S-Bahnhof (der, von dem Carlos hätte losfahren sollen) ablief. Dort fand er ihn dann. Mein Sohn hatte verstanden, dass der Papa ihn von dort abholen wollte. Er saß mittlerweile seit über 1,5 Stunden dort! Und war durchnässt und durchfroren, aber er war wieder da! Und es ging ihm gut! – Also zumindest war er weder verletzt, noch entführt, noch missbraucht, noch von Wildschweinen im Grunewald attackiert worden, noch sonst etwas! Es gehen einem ja die kühnsten Gedanken durch den Kopf… Erleichtert rief ich die Polizei an (die gerade am anderen Bahnhof eingetroffen war) und gab Entwarnung. Oh Mann, das war ja noch einmal glimpflich ausgegangen!

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Abends waren meine Drei dann wieder munter beisammen. Das Kinderchaos störte mich an diesem Tag mal so überhaupt gar nicht! 🙂

Das Positive, das man aus so einer Situation ziehen kann, ist, dass sie einfach ALLES im Leben relativiert. Plötzlich ist alles so unwichtig: Umzugsstress, Geldsorgen, Erbschaftsstreitigkeiten… Alles scheißegal! Hauptsache man selbst und seine Lieben sind wohlauf. Das ist doch das Allerallerwichtigste. Wäre das mit meinem Sohn anders ausgegangen, hätte ich wohl nie wieder glücklich sein können, nichts in unserem Leben wäre je wieder so wie vor diesem Tag gewesen. Meine Gedanken sind bei allen Eltern, deren Kinder nicht so schnell wieder auftauchen, die teilweise über Jahre verschollen bleiben. Wie um Gottes Willen kann man mit so etwas fertig werden? Diese Ungewissheit. Es ist wohl das Allerschlimmste, was einem passieren kann, nicht zu wissen, was mit seinem Kind passiert (ist). Und wie kann man dem vorbeugen? Haben wir etwas falsch gemacht? Ich denke, man kann es einem Achtjährigen schon zutrauen, zwei Stationen alleine S-Bahn zu fahren, selbst in einer Großstadt wie Berlin. Es ist einfach so, dass in unserer Welt nichts hundertprozentig sicher ist, es nicht sein kann. Ein Restrisiko bleibt immer. Damit müssen wir einfach leben und das Beste daraus machen. Und wir müssen offen und ehrlich mit unseren Kindern sprechen, sie über Gefahren aufklären, ohne ihnen Angst zu machen und Notfallstrategien mit ihnen absprechen. Ich habe jetzt beispielsweise mit meinem Sohn vereinbart, dass er im Zweifelsfall (wenn er kein Handy bei sich hat und auch sonst alle Stricke reißen) immer zu Papas Arbeit fahren soll. Dort sind immer Leute, die ihn kennen und uns verständigen können.

Habt Ihr schon einmal so ein Horrorszenario mit, bzw. wegen, Euren Kindern durchgemacht? Wie seid Ihr damit umgegangen? Was würdet Ihr anderen Eltern raten?

 

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Wann komme ich endlich an?

Ich meine das jetzt nicht im Sinne von „wann sind wir da?“, sondern das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Kennt Ihr das? Ich kenne es nämlich leider nicht. Also, nicht wirklich. Klar, es gibt Momente in denen auch ich mich geborgen, glücklich, sicher und komplett fühle, aber eben nur Momente. Ich sehne mich mittlerweile mehr denn je nach diesem Grundgefühl des Angekommenseins. Aber bei uns ist momentan wieder mal so viel los, dass das wohl leider vorerst noch ein Wunsch bleiben wird. Irgendwie ist immer ziemlich viel los bei uns. Die letzten zehn Jahre sind vergangen wie im Flug und es ist sooo viel passiert wie bei anderen in der doppelten Zeit – mindestens: drei Kinder bekommen, drei Fehlgeburten erlebt, die Großeltern nebenbei gepflegt bis zu ihrem Tod, Oma gestorben, Opa gestorben, vier Mal umgezogen, Bachelor gemacht, Master fast fertig, den Nebenjob drei Mal gewechselt, angefangen zu bloggen, eine Sprache fließend und verhandlungssicher gelernt… Dass ich jetzt Mitte dreißig und Mutter von drei Kindern bin, habe ich immer noch nicht so ganz realisiert. Ich habe immer noch keine feste, sichere Arbeit, sondern arbeite als studentische Mitarbeiterin. Dieser Job ist, klar, befristet – zumindest bis ich keine Studentin mehr bin. Und das wird sein…. Tja, das ist die nächste Baustelle, die unsicher über mir hängt. Eigentlich fehlt mir nur noch eine Seminararbeit, die ich, wenn ich mich da richtig hinterklemme, locker in nem Monat erledigt haben könnte und eben die Masterarbeit. Das ist ein anderes Ding. 80 Seiten inkl. Recherche schreiben sich eben nicht mal so nebenbei. Und die Zeit, das zu priorisieren, habe ich mit dem Job, den drei Kindern, dem Umzug, der ansteht, etc., etc., gerade nicht. Ja, da ist der Umzug, der kurz bevorsteht (der vierte in acht Jahren), vorher müssen wir das Haus in das wir einziehen aber noch entrümpeln, was leichter  gesagt als getan ist. Ich könnte noch hundert weitere Dinge aufzählen, die jetzt anstehen und mindestens genauso wichtig und groß sind wie die bereits genannten, aber der Tenor ist ja der gleiche. Ich möchte endlich alles erledigt haben. Ich möchte, dass alles in Ordnung ist. Ich möchte mich entspannen können, ein geregeltes, spießiges Leben führen, kreditwürdig sein. Seit geraumer Zeit ist es bei mir nämlich so, dass ich ständig am Grübeln bin, To-Do-Listen erstelle oder abarbeite, in jeder freien Minute, wie eine Getriebene. Wenn die Kinder gerade in der Badewanne sind, wenn ich an der roten Ampel stehe, sogar wenn ich nachts kurz mal aufs Klo muss, checke ich schnell, ob nicht vielleicht doch in der Zwischenzeit eine wichtige Mail angekommen ist oder ob jemand mein Foto auf Instagram geliket hat. Das ist krank, ich weiß. Und es macht nicht nur mich sondern auch meine Umwelt verrückt. Westenddad ist echt genervt (und das ist noch milde ausgedrückt), dass ich, selbst wenn ich abends neben ihm auf dem Sofa sitze (und da er nachts arbeitet ist das ja auch nur zwei Mal pro Woche), nicht wirklich da bin, sondern immer in Gedanken woanders. Für die Kinder ist es natürlich auch nicht schön. Ich kann die Zeit mit ihnen gar nicht richtig genießen, weil ich ständig überlege, was ich jetzt „eigentlich“ tun müsste. Weil ich schon plane, was ich noch alles tun muss, wenn sie endlich im Bett sind. Umso frustrierter und nervöser werde ich da natürlich, wenn das dann nicht nach Plan läuft, weil sie immer wieder aus ihren Betten kommen, weil sie noch was trinken wollen oder noch mal auf die Toilette müssen – gern auch zwei oder drei Mal hintereinander… Im schlimmsten Fall eskaliert es dann und endet im Geschrei meinerseits, woraufhin ich mich dann nur noch schlechter, weil als komplette Versagerin und Rabenmutter, fühle.

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Ich muss gelassener werden

Ja, leichter gesagt als getan. Ich probiere es aber. Ich habe beschlossen, den Feierabend wirklich Feierabend sein zu lassen und außer essen und fernsehen nichts mehr groß zu tun. Ich muss einfach lernen abzuschalten. Ich möchte mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen, mich richtig auf sie einlassen, wirklich etwas mit ihnen machen, mich nicht immer nur wie eine Dompteuse im Raubtierkäfig fühlen, die froh ist wenn die Show vorbei ist und sie wieder weitergrübeln kann: „Kinder, essen kommen!“ „Carlos! Nein!“ „So, und jetzt alle Zähneputzen!“ „Ich zähl jetzt bis fünf, und dann sind alle Kinder in ihren Betten!“ Ich möchte wieder Spaß am Leben und an meinen Kindern haben. Im Hier und Jetzt leben, den Augenblick genießen. Wir müssen uns immer wieder klarmachen: Unser Alltag ist ihre Kindheit. Natürlich wird es immer mal hektischere Phasen geben, nur sollte das kein Dauerzustand sein. Werden sie dieses Gefühl der Geborgenheit ansonsten nicht auch mal vermissen? Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass das Gefühl des Angekommenseins vor allem aus einem selbst heraus entstehen muss, es ist eine Einstellungsfrage, die eigene innere Haltung. Ich denke, dass es nicht sonderlich von äußeren Faktoren abhängt. Das gibt mir die Hoffnung, selbst jetzt, in der wohl chaotischsten Zeit meines Lebens, „ankommen“ zu können.

Wie seht Ihr das? Seid Ihr schon angekommen?

Wir ziehen schon wieder um – oder: Hurra, ich werde wieder eine echte Westendmum !!!

Die Entscheidung steht seit gestern fest: wir ziehen wieder nach Westend! Das ist dann unser vierter Umzug in nur acht Jahren. Der letzte ist nicht einmal ein Jahr her… aber  sind zu viele Umzüge nicht schlecht für die Kinder?

Die meisten unserer Umzüge waren nicht wirklich freiwillig: der erste war von meiner 1-Zimmer-35m²-Single-Erdgeschoss-Wohnung in der Berliner Kantstraße in eine größere Wohnung am Stuttgarter Platz, also gleich um die Ecke. Der Grund war die Familiengründung: Mit Westenddad hatte ich einen neuen Partner an meiner Seite und ziemlich schnell auch ein kleines Baby. Etwas Größeres musste also her. Das Baby war zur Zeit des Umzugs gerade einmal ein halbes Jahr alt, wird den also gut verkraftet, bzw. nicht einmal richtig mitbekommen haben.

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Die neue Wohnung lag gleich um die Ecke, im vierten Stock ohne Fahrstuhl eines ziemlich heruntergekommenen Hauses am Stuttgarter Platz, direkt an einer beliebten Einkaufsstraße in 1A-Lage. Das Haus war deshalb so heruntergekommen, weil der Eigentümer pleite ging. Nach drei Jahren wurde es von Architekten sehr günstig erworben. Dann der Schock: Das Haus sollte luxussaniert werden. Es wurde sogar eine Reportage darüber gedreht: Luxus rein, Mieter raus? – Wenn Wohnen unbezahlbar wird (dass ich mich mit einer Sozialstation selbständig machen wollte, stimmt allerdings nicht, keine Ahnung, wer sich das ausgedacht hat; ich hatte damals lediglich bei meiner Tante als Bürokraft in einer solchen gejobbt, um mir das Studium zu finanzieren). Nach einem Jahr Baustelle hätte uns dann die Verdopplung der Miete erwartet. Außerdem sollte unsere Wohnung komplett umgebaut werden: im riesigen Schlafzimmer, das als Kinderzimmer unserer mittlerweile zwei Kinder gedacht war, sollte eine Wohnküche entstehen, die Noch-Küche wäre aber für beide Kinder definitiv zu klein, genau wie Carlos´ bisheriges Kinderzimmer. Wir mussten also raus.

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Nach 8-monatiger Suche fanden wir schließlich eine echte Traumwohnung: 142m² Altbau mit Fahrstuhl, direkt am Kaiserdamm in Berlin-Westend (da entstand übrigens auch der Blog) und vor allem bezahlbar – jedenfalls auf den ersten Blick… Erst bei der Mietvertragsunterzeichnung las ich im selbigen, dass es sich um eine Staffelmiete handelte. Was also tun? Weitere acht Monate Wohnungen suchen oder unterzeichnen und hoffen, unsere wirtschaftliche Lage würde sich der Staffelmiete anpassen? (Ich war ja noch Studentin, kurz vorm BA-Abschluss, die Aussicht, sich künftig finanziell zu verbessern, schien also nicht hoffnungslos.) Ersteres wäre wohl weise gewesen. Wir entschieden uns allerdings für Letzteres. Leider hatten die Vermieter (wohl absichtlich) einen viel zu niedrigen Monatsabschlag an Heiz- und Nebenkosten veranschlagt. Als die Abrechnung dann kam, waren wir geschockt: für das erste Jahr sollten wir satte 2.700€ nachzahlen, der monatliche Abschlag stieg um 200€! Im zweiten Jahr waren es dann immerhin noch 1.700€ Nachzahlung, der monatliche Abschlag stieg um weitere 100€. Wir waren also nach nur drei Jahren bei einer Warmmiete angekommen, die wir allein durch die Staffelung erst nach acht hätten erreichen sollen.

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Nur für die Miete zu arbeiten, macht keinen Spaß!

Also zogen wir letztes Jahr schweren Herzens die Konsequenzen und zogen um. Mittlerweile waren wir übrigens zu fünft. Da es in Berlin immer schwerer wird, eine schöne, bezahlbare Wohnung für fünf Personen (eine entsprechende Mindestgröße sollte also auch gegeben sein) zu finden, die vor allem auch noch zentral gelegen ist (wir bevorzugten Charlottenburg, Wilmersdorf oder Schöneberg, gerne auch die mittlerweile leider völlig überlaufenen und überteuerten Bezirke Kreuzberg oder Neukölln), wichen wir schließlich auf Spandau aus. Bitte nicht falsch verstehen: wir fühlen uns hier wirklich sehr wohl, und die Ecke in der wir gelandet sind (PLZ 13585, Richtung Hakenfelde), erinnert sehr an Berlin-Neukölln vor noch 10 Jahren: kleine türkische Läden, keine Hipster, keine fairtrade Soya-Latte mit Himbeergeschmack to go weit und breit… Es hat schon etwas Idyllisches… ABER: es ist natürlich ziemlich weit ab vom Schuss. Mir war das ursprünglich eigentlich nicht so wichtig, fahre ich doch eh ständig Auto – na und, dann fahr ich halt nicht 5 sondern 20 Minuten zum Kindergarten und zur Schule. Dennoch, gerade morgens machen die schon einen großen Unterschied und es herrscht regelmäßig Chaos. Noch mehr als früher in Westend. Ich muss mich immer noch an die neuen Dimensionen gewöhnen – oder muss ich das wirklich noch?

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Plötzlich war alles anders

Vor Kurzem sind meine Großeltern gestorben und ich habe ein Haus geerbt. Und ratet mal wo? Genau, in Westend! Wir ziehen also wieder um, sparen uns Miete, Zeit und Kilometer. Und ich werde wieder zu einer ECHTEN Westendmum! 🙂 Ich hoffe, danach kehrt dann so langsam etwas Ruhe bei uns ein – jedenfalls bis wir es dann umbauen lassen 😉 . Die Kinder freuen sich drauf, und um meine Anfangsfragestellung aufzugreifen, ob sie die vielen Umzüge gut verkraften: ich bin mir sogar sicher! Carlos meinte zwar, wir seien wohl ein bisschen verrückt, dass wir erst umziehen und dann nicht mal ein Jahr später gleich wieder umziehen, aber ihr soziales Umfeld hat sich ja nicht verändert: die Kita, eine deutsch-spanische, mit der wir wirklich sehr zufrieden sind, würden wir niemals gegen eine andere tauschen, und die Schule, auf die Carlos letztes Jahr wechselte (nachdem er in Spandau nicht genommen wurde!) ist eine auf verhaltensauffällige Kinder spezialisierte, auf der es nur sechs Plätze in ganz Charlottenburg-Wilmersdorf gibt, und die auch noch direkt um die Ecke des Hauses liegt, in das wir nun einziehen werden. Manchmal denke ich, das kann nicht alles Zufall gewesen sein, oder?

Stress lass nach: lebenserhaltende Maßnahmen einer Dreifach-Mami

Wenn Leute mich fragen, was ich denn „so mache“, bekommen sie keine einfache Antwort, wie beispielsweise „ich arbeite teilzeit im Büro und habe einen Sohn“, sondern sie bekommen die volle Dröhnung, mit der sie dann kaum umgehen können. Ich sage ihnen, dass ich gerade dabei bin meinen Master abzuschließen und drei Kinder habe – da schlucken sie dann schon (ich denke, selbst wenn ich „nur“ drei Kinder hätte ohne alles andere drum herum, dann wäre das auch schon mehr als genug) – wenn ich dann fortfahre und ihnen noch von meinen mittlerweile zwei Jobs (montags bis donnerstags im Büro und freitags bei Frau Mutter) berichte, merke ich, wie sie abdriften. Das können sie dann scheinbar gar nicht mehr fassen. Nein, wir bekommen leider auch keinerlei Unterstützung von der Familie, sie wohnt nicht mal im selben Land wie wir! Dass eines meiner Kinder auch noch ADHS hat und vor Kurzem meine beiden Großeltern verstorben sind, um deren Nachlass ich mich kümmern muss, sowie um die 16 (ja, sechzehn!!!) Landschildkröten, die wir von ihnen geerbt haben, sage ich dann meist gar nicht mehr, um sie nicht völlig zu irritieren. Klar, dass ich oft gestresst und ausgepowert bin von so vielen Aufgaben und so viel Verantwortung, gebe ich offen zu, ich schreibe ja sogar regelmäßig darüber! Aber manchmal wundere ich mich selbst, dass ich noch keinen „total burn out“ erlitten habe; dann frage ich mich warum das wohl so ist – und ich denke, ich weiß es jetzt!

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Lektion Nummer 1: Freiräume schaffen für sich selbst!

Eine gesunde egoistische Grundeinstellung ist da ganz wichtig und lebenserhaltend – es heißt ja auch im Flugzeug nicht umsonst, dass man zuerst sich selbst die Sauerstoffmaske anlegen soll BEVOR man anderen hilft! Man muss zuerst sicherstellen, dass es einem selbst (einigermaßen) gut geht, bevor man stark sein kann für andere. Kleine Auszeiten sind da ganz wichtig. Ideal sind natürlich Kurztrips ohne die Kinder, aber wenn die gerade zeitlich oder finanziell oder von beidem her nicht drin sind, dann gibt es auch andere Dinge, die Mama das Leben ein bisschen versüßen, und die sich super mit Kindern vereinbaren lassen.

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Lunch im Kuchi mit meinem Schatz
Nutzt die Zeit für Euch wenn die Kinder in der Schule / im Kindergarten sind

Seid egoistisch! Nehmt euch doch einfach mal einen Tag frei, und zwar ganz bewusst wenn die Kinder im Kindergarten und/ oder in der Schule sind, und tut das, was Ihr schon lange nicht mehr getan habt, weil es mit Kindern nicht möglich, ähem, ich meine, weil es mit Kindern nicht entspannt möglich ist. Das kann zum Beispiel ins Kino gehen sein, aber nicht in die Abendvorstellung, sondern ins Matinée, wenn die Kinder sowieso noch nicht zu Hause sind. Statt abends mit dem Partner essen zu gehen, trefft Euch in der Mittagspause und geht ganz romantisch zum Lunch, bevor der Alltagswahnsinn Euch wiederhat. Oder geht mit der Freundin, die Ihr schon ewig nicht gesehen habt, brunchen statt abends in die Bar, so ist weder ein Elternteil genötigt, alleine zu Hause zu bleiben und auf die Kinder aufzupassen, noch muss Geld für einen Babysitter aufgebracht werden.

Verlegt die Dinge auf tagsüber oder wenn das wegen Eurem Job nicht machbar ist, auf nachmittags. Statt direkt nach der Arbeit die Kleinen vom Kindergarten abzuholen, nutzt die Zeit und tut etwas für Euch. Man kann auch um 15:00 ins Fitnesscenter gehen oder jemanden auf einen Kaffee treffen. Die Kinder sind nicht böse wenn sie erst um 17:00 abgeholt werden – meine sind meist so schön am Spielen, dass sie richtig enttäuscht sind, wenn ich sie mal früher abhole.

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Ich brauche Ruhe und Zeit für mich!

Was mir ganz wichtig ist, ist Zeit für mich zu haben. Wahrscheinlich wäre es manchmal besser, auch ins Bett zu gehen sobald die Kinder schlafen, um nicht immer todmüde zu sein am nächsten Morgen. Aber ich brauche diese Zeit einfach zum Abschalten, in der ich dann endlich nur machen kann was ICH will: fernsehen schauen, telefonieren, lesen, malen, bloggen, „facebooken“, „instagramen“ oder auch einfach mal ´ne Flasche Sekt alleine leeren. Auf diese Zeit bestehe ich richtig. Ich sage meinen Kindern abends auch ganz klar, wenn sie mal wieder nicht schlafen gehen wollen, dass jetzt „Mama-Zeit“ ist und Mama jetzt auch mal ihre Ruhe braucht. Das verstehen sie, und ich finde es wichtig, dass sie lernen, dass auch andere (in dem Fall eben die eigene Mutter) Bedürfnisse haben, die es zu respektieren gilt. Es klappt überraschend gut!

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Nehmt Euch und Eure Bedürfnisse ernst

Meine Freundin (und Kollegin) amüsiert sich immer darüber, wenn ich im Büro sage, dass ich heute pünktlich los müsse, weil ich einen „wichtigen Termin“ habe und sich dieser dann als einer bei der Kosmetikerin entpuppt, um meine Nägel aufzuhübschen. Ich aber habe gelernt, dass es unheimlich wichtig ist, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Früher, als ich noch freitags immer frei hatte, habe ich grundsätzlich alle notwendigen Termine auf diesen Tag gelegt, so dass ich im Endeffekt freitags meist mehr am Rennen war als den Rest der Woche. Das würde ich heute nicht mehr machen. „Freitags habe ich frei“ heißt: ich habe FREI, da kann dann also kein Termin stattfinden. Ich würde mittlerweile immer alles auf den frühen Nachmittag eines Arbeitstages legen, zwischen Arbeit und Kinder abholen, notfalls vielleicht auch mal früh morgens vor der Arbeit. Man muss einfach lernen, ein gesundes Maß an Egoismus zuzulassen, denn wenn man seinen eigenen Bedürfnissen nicht nachgeht, tut es (leider meist) niemand. Oder anders formuliert: wie kann man denn von jemandem erwarten, seine Wünsche ernst zu nehmen, wenn man es selber nicht tut? Und dieses ständige Sich-Verbiegen und Seine-Eigenen-Bedürfnisse-Hinten-Anstellen frustriert und macht unglücklich, und das gibt man dann natürlich auch an seine Umwelt weiter.

Was habt Ihr für Strategien entwickelt, im Alltagschaos nicht unterzugehen?

 

Alltagsstress

…aus dem Leben einer Dreifach-Mami

So kann es nicht weitergehen! Ich hetz mich ab, reib mich auf und kann es doch niemandem zu 100% recht machen – am allerwenigsten mir. Wenn ich bei der Arbeit ankomme, hab ich schon so viel Stress hinter mir wie andere die ganze Woche nicht…

Ein typischer (Wochen-)Tag sieht bei mir so aus:

  • 7:30 aufstehen (es sei denn, die Kinder wecken mich vorher…)
  • Emma (1,5) eine neue Windel machen, Carla (3) die Windel abmachen (jetzt ist sie ja schon groß und braucht sie nur noch zum Schlafen), Kleidung für alle drei Kinder raussuchen
  • Papa wecken, sagen, dass er Carla anziehen soll und ihm die entsprechende Kleidung hinlegen
  • Carlos (6) seine Sachen hinlegen und sagen, dass er sich anziehen soll
  • Emma anziehen
  • Carlos sagen, dass er sich anziehen soll
  • mir die Zähne putzen, dabei die Mädchen, die um mich herumwuseln, davon abhalten, sich an das Waschbecken zu hängen
  • mich schminken, dabei die Mädchen, die immer noch um mich herumwuseln, davon abhalten, sich auf den Boden zu legen und sich die frisch angezogenen Sachen schmutzig, oder nass, oder beides zu machen
  • Carlos sagen, dass er sich anziehen soll
  • Papa sagen, dass er den Mädchen die Zähne putzen soll
  • Carlitos sagen, dass er sich die Zähne putzen und sich doch bitte endlich anziehen soll
  • mich anziehen
  • den Mädchen die Haare kämmen und Zöpfe machen
  • Carlos sagen, dass er sich die Haare kämmen und die Zähne putzen soll
  • Carlos anschreien, dass er sich nun endlich anziehen soll!!
  • Carlos sagen, dass er sich die Haare kämmen soll
  • Carlos die Haare kämmen (unter stärkstem Protest seinerseits)
  • 8:30 die Kinder in die Kita fahren (im Auto feststellen, dass sich Carlos doch nicht die Zähne geputzt hat – aber wenigstens hat er etwas an!)
  • wieder zurück nach Hause fahren (sich dabei unglaublich befreit fühlen, so ganz ohne Kinder)
  • 8:55-9:15 vergebliche Parkplatzsuche (befreites Gefühl schwindet langsam aber sicher und lässt Wutausbruch freie Bahn)
  • Auto schließlich in Parkzone abstellen (muss Papa halt ab und zu runter, die Parkscheibe weiterstellen…)
  • schlechtgelaunt und unter Zeitdruck frühstücken – muss spätestens um 10:00 bei der Arbeit sein…(Papa macht mir in der Zeit ein Brot für die Mittagspause)
  • mit den Öffentlichen zur Arbeit fahren – da wo ich arbeite gibt´s nämlich keine Parkplätze; auf dem Weg ggf. telefonisch Termine für Kinder mit Zahnarzt/Logopäde/Kinderarzt/etc. vereinbaren/verschieben/koordinieren
  • 10:00-15:00 Arbeit (Stress lass nach!..)

—–Emma kommt übrigens gerade wieder nuckeln (tippe jetzt mit einer Hand)—

..ging nicht, hab sie jetzt wieder ins Bett gebracht, mir ´ne Weißweinschorle gemacht und die Wäsche aufgehängt; so jetzt geht´s weiter:

  • wieder zu Hause (Papa ist jetzt arbeiten) Schreibkram für uns oder Oma und Opa erledigen/ Hausarbeiten / Präsentationen / etc. für die Uni vorbereiten
  • mit dem Auto (Schatz hat brav Parkuhr weitergestellt) Einkauf erledigen, weiter zum Kindergarten[1] hetzen (schlechtes Gewissen, weil´s schon wieder so spät geworden ist)
  • 18:00 Mäuse abholen (im Sommer sind sie fast immer auf dem kitaeigenen Spielplatz, was den Vorteil hat, dass ich mir das Anziehen spare und nicht erst durch das ganze Gebäude laufen muss, bis ich alle Kinder zusammenhabe) – Carla und Emma laufen freudig auf mich zu, Carlos an mir vorbei, hin zum nahe gelegenen Springbrunnen; er schmeißt Steine ins Wasser, ich ermahne ihn
  • Emma folgt ihm, spielt mit dem Wasser und schmeißt ebenfalls mit Steinen; ich ermahne beide
  • nach einem kurzen Plausch mit den Erziehern möchte ich nun schnellstmöglich die Kinder ins Auto laden und nach Hause fahren
  • ich rufe die Kinder
  • nun läuft auch noch Carla weg
  • ich rufe die Kinder
  • Emma ist mittlerweile nass
  • ich schreie nach den Kindern
  • Carlos kommt
  • ich laufe zum Auto, rufe: “dann geht Mama jetzt alleine nach Hause!“
  • Carla kommt jetzt auch zögerlich
  • Emma nicht…
  • ich bin fast am Auto mit Carlos und Carla, Emma ist immer noch beim Springbrunnen
  • ich sag zu Carlos: “Hol´ Emma!“
  • Carlos rennt zu Emma
  • Carla rennt zu Emma
  • alle spielen mit dem Wasser
  • völlig entnervt laufe ich zurück; ich schnappe mir Emma, nehme sie auf den Arm und Carla an die Hand; beide schreien
  • ich schreie auch
  • Carlos spielt mit dem Wasser
  • ich laufe zügig mit den beiden Kleinen zum Auto
  • ich rufe nach Carlos, der schließlich rennend ankommt, dabei absichtlich fast seine Schwestern umrennt; ich ermahne ihn
  • ich lade die Kinder ins Auto; Carlos entdeckt die Einkäufe und will sich sofort bedienen; ich ermahne ihn „Nein, das ist für später.“
  • Emma ist nun auch auf die Joghurts aufmerksam geworden und will sich derer bedienen. „Nein, Emma, die sind zum Nachtisch!“ Emma schreit.
  • Carla sagt, sie hat Durst.
  • ich sage ihr, dass sie gleich zu Hause etwas trinken kann
  • Carlos sagt, er hat Durst.
  • ich sage ihm, dass er gleich zu Hause etwas trinken kann
  • Emma sagt „Flasche!“ Ich sage ihr, dass sie gleich zu Hause etwas trinken kann
  • wir fahren endlich nach Hause.
  • auf dem Weg ärgert Carlos Carla und Carla Emma und alle sich gegenseitig
  • wir kommen an; Carlos steigt als Erster aus dem Auto und läuft ins Haus, Carla ist die Zweite; als sie auch ins Haus möchte, hält Carlos ihr die Tür von innen zu
  • Carla schreit
  • ich ermahne Carlos, der mir frech antwortet, woraufhin ich ihn abermals ermahne
  • ich hole Emma und die Einkäufe aus dem Auto und geh ins Haus
  • genervt frage ich Carlos, warum er, statt Quatsch zu machen, nicht wenigstens schon mal den Fahrstuhl holen konnte – und bekomme eine freche Antwort
  • wir fahren mit dem Aufzug in den vierten Stock (wir haben das Glück, in einem Altbau mit Fahrstuhl zu wohnen)
  • oben angekommen, drängt Carlos als Erster aus dem Fahrstuhl, dabei rennt er Emma um; Emma weint, ich ermahne Carlos
  • Carlos klingelt ein / zwei Mal an unserer Tür (obwohl, wohlwissend, natürlich niemand in der Wohnung ist)
  • ich schließe die Wohnung auf, die Kinder ziehen sich die Schuhe aus (wenigstens das hab ich schon gut hinbekommen!) – allerdings befindet sich so viel Sand vom Spielplatz in diesen, dass unser Flur nun einem Sandkasten ähnelt
  • ich lasse den Kindern ein Bad ein
  • ich gebe den Kindern etwas zu trinken
  • die Kinder gehen in die Badewanne
  • ich bereite das Abendessen vor
  • ich höre Carla schreien und sehe nach
  • ich ermahne Carlitos, der ihr etwas weggenommen hatte
  • ich bereite das Abendessen vor
  • ich höre Carla schreien und sehe nach
  • ich ermahne Carlos, der sie ärgert
  • ich räume die Kleidung der Kinder, die zwischen Eingangsbereich und Badewanne kreuz und quer in der Wohnung verteilt liegt, in die Waschmaschine
  • ich bereite das Abendessen vor
  • ich decke den Tisch
  • ich hole Handtücher und Schlafsachen für die Kinder aus dem Schrank
  • ich wunder mich, dass die Kinder nicht schreien
  • ich sehe nach und bemerke warum: sie sind dabei, in aller Seelenruhe mein teures Shampoo alle zu machen
  • mir platzt der Kragen und ich schreie
  • das Essen ist fertig, ich möchte die Kinder aus der Wanne holen, doch niemand will raus
  • nach erneuter Diskussion sitzen nun endlich alle am Tisch und essen
  • statt mit Gabel und/oder Löffel essen Carla und Emma lieber mit den Händen
  • nach dem Essen muss ich Carla und Emma erneut abduschen…
  • 19:45 mit allen Kindern Zähne putzen
  • ins Schlafzimmer gehen, mit den Kindern kuscheln und eine Geschichte vorlesen, allerdings plappert Emma ständig munter dazwischen und greift auf die Buchseiten, was mir das Vorlesen erschwert, ich setzte Emma zur Seite, sie protestiert, will an meine Brust, ich protestiere, sie weint, ich tröste sie, lasse sie schließlich doch an meine Brust und lese weiter
  • ich decke Carla zu, gebe ihr noch ein Küsschen und sage ihr, dass ich sie lieb habe
  • ich bringe Carlos ins Bett und gebe ihm noch ein Küsschen, Emma gibt ihm noch ein Küsschen, ich sage ihm, dass ich ihn lieb habe
  • ich lege mich mit Emma ins Bett, sie schläft nur an meiner Brust ein (was ich schleunigst ändern muss!!!!)
  • als sie fast eingeschlafen ist (Carlos schläft zum Glück schon tief und fest), kommt Carla wieder angetapert
  • ich signalisiere ihr (lautlos natürlich, damit Emma nicht wieder aufwacht), dass sie wieder ins Bett gehen soll und ich gleich komme; sie grinst frech und schüttelt den Kopf
  • vorsichtigst trenne ich Emma von meiner Brust und schleich mich mit Carla, der ich den Mund zu halte, damit Emma nicht doch noch aufwacht, aus dem Zimmer und bringe sie erneut ins Bett. Sie möchte Lula (ihren grünen Kuschelfrosch) und ihre Flasche
  • ich gehe in die Küche, nehme mir etwas zu trinken, schalte die Waschmaschine ein und mache mir etwas zu essen (wenn ich nicht schon mit den Kindern gegessen habe)
  • Carla kommt erneut aus ihrem Zimmer; ich bring sie zurück ins Bett, sage ihr, dass sie nun wirklich schlafen soll
  • 21:00 endlich schlafen alle!!
  • ich fühle mich müde, erschöpft, aber auch befreit, überlege was ich nun alles tun könnte und entscheide mich für meinen Blog J
  • als ich gegen 23:30 endlich todmüde den Laptop ausschalte, um ins Bett zu gehen, fällt mir ein, dass ich ja noch die Waschmaschine ausräumen, die Wäsche aufhängen und Carlitos´ Flasche auswaschen muss – schließlich hat er morgen Sport!
  • Sobald ich alles erledigt habe und mich völlig fertig neben Emma hinlege (wir schlafen immer noch in einem Bett zusammen, was ich schleunigst ändern muss!!!), sucht sie sofort gezielt nach meiner Brust
  • Gegen 0:15 schlaf dann auch ich…jedenfalls bis zur nächsten Nuckelattacke…

[1] Ist übrigens sehr zu empfehlen!!!