Alltagswahnsinn einer alleinerziehenden Dreifach-Mama Teil II

 ——————Fortsetzung von Teil I-—————-

(…)
17:30 jetzt muss Mama nur noch die Vertragsunterlagen aus der Geschäftsstelle des Fußballvereins abholen. Aber wo genau ist die? Sie zieht ihre beiden Töchter hinter sich her und macht sich auf die Suche. Es ist kalt und es hat angefangen zu regnen. Die Vierjährige möchte getragen werden. Nein, das geht jetzt nicht, das ist Mama zu schwer, außerdem tun ihr mittlerweile eh schon Rücken und Füße weh. Die Kleine fängt an zu weinen. Mama fühlt sich wie die schlechteste Mama der Welt.

17:45 Geschäftsstelle beim dritten Anlauf gefunden! Zum Glück werden ihr die Vertragsunterlagen schnell gereicht und sie darf sie in Ruhe zu Hause ausfüllen und das nächste Mal mitbringen, auch das Passfoto benötigt der Verein nicht sofort. Puh!
17:55 Jetzt aber schnell zurück zu den Kabinen – um 18:00 ist nämlich das Training vorbei und der Sohn erwartet seine Mama vor der Kabine.
18:10 der frisch geduschte Sohn ist abgeholt und es geht zum Auto, wieder 15 Minuten durch den Regen. Fußballplätze sind weitläufig und die Geschäftsstelle, in deren Nähe Mama geparkt hatte, leider so gar nicht besonders nah an den Kabinen. Die Mädchen maulen, dass sie nicht mehr laufen wollen und dass ihnen kalt ist.

drei kids wilmersdorfer

18:30 Auf der Rückfahrt gibt es wieder jede Menge Streit. Die Kinder lieben es gerade, sich gegenseitig zu provozieren, und irgendwie geht jeder auch auf jede Provokation ein – sehr zum Leidwesen der gestressten Mama, die sich jetzt nur noch nach Ruhe, Essen und ihrem wohlverdienten Feierabend sehnt. Mittlerweile hat sie auch noch Kopfschmerzen. Und Durst. Ihre zahlreichen Ermahnungen an die Kinder, endlich ruhig zu sein, bewirken leider gar nichts. Außerdem werfen ihr ihre Kinder vor, eine „soooo gemeine Kackamutter“ zu sein, weil sie es vorzieht, direkt nach Hause zu fahren anstatt jetzt noch mit ihren drei quengeligen Kindern zu Lidl zu gehen, um einzukaufen und Stikeez zu holen! Die Mädchen auf den Rücksitzen provozieren sich gegenseitig und sie schreien abwechselnd schrill. Mamas Nerven liegen blank. Sie ruft, sie sollen nun bitte endlich damit aufhören. Außerdem habe sie schon Kopfschmerzen. Die Mädchen machen weiter, der Sohn findet´s lustig. Durch seine Reaktion ermuntert er die Schwestern natürlich umso mehr, weiter Quatsch zu machen. Mama rastet aus. Zwar ist kurz Ruhe, aber nun hat Mama wieder ein unglaublich schlechtes Gewissen. Was ist sie nur für eine schlechte Mutter, die ihre armen Kinder anschreit? Noch dazu, wo diese gerade ihren Papa verloren haben!

19:00 endlich zu Hause! Mama schmeißt den Ofen an. Heute gibt’s Tiefkühlpizza. Fürs Kochen ist jetzt weder Zeit noch Energie übrig. Sie räumt die Spülmaschine aus. Die Kinder reichen ihr die leeren Brotboxen aus den Schultaschen, die sie in die Spülmaschine einräumt und hocken sich vor den Fernseher. Mama beauftragt sie, doch bitte schon mal Badewasser einzulassen. Sie rennt in den Keller und stellt die Waschmaschine an, dann geht sie wieder in die Küche und schiebt die Pizza in den mittlerweile vorgeheizten Backofen. Die Vierjährige kommt in die Küche. „Ich hab Durst!“ Mama gibt ihr etwas zu trinken. Und auch den anderen stellt sie etwas hin. Ausreichend trinken ist ja so wichtig! Auch sie hat Durst. Moment, das Badewasser! Das Badewasser ist immer noch nicht eingelassen. Mama schimpft. Die Mädchen gehen hoch und stellen das Wasser an. Der Sohn kommt in die Küche. „Darf ich Süßigkeiten?“ Nein, es gibt doch gleich Essen. „Nur eine! Bitteeee!“ Nein. Der Sohn findet´s „voll gemein“, außerdem sei er „am Verhungern“. Er schreit herum. Oooooohhhhhmmmmm… Mama atmet tief durch und trinkt einen Schluck Wasser.

19:30 Die Pizza ist fertig. Mama holt sie aus dem Ofen, packt sie auf die Teller, schneidet sie in Stücke und ruft ihre Töchter, die immer noch oben sind. Sie haben angefangen, im Kinderzimmer Baby zu spielen und es kostet wieder etwas Mühe, sie herunter zum Essen zu bewegen.

19:40 Alle Kinder sitzen am Tisch und essen. Der Fernseher läuft dabei ganz unpädagogisch wertvoll, aber wenigstens ist mal kurz Ruhe. Hallelujah!!

Kurz duchatmen.

Nun folgt die nächste Aufgabe: Mama muss die Kinder weg vom Fernseher und hoch ins Badezimer bewegen, und vorher sollen sie noch ihren Teller abräumen. Alles erscheint ihr wie ein Kampf. Alles ist so anstrengend und nichts geht scheinbar ohne Widerstand, Diskussion und Rechtfertigung. Mamasein ist ein echter Knochenjob. Und über die fehlende Wertschätzung/ Bezahlung/ lächerliche Rente wollen wir hier mal gar nicht erst anfangen zu sprechen. Mama ist erschöpft, müde und hungrig, Rücken und Füße tun ihr weh. Sie möchte nun endlich, dass ihre Kinder schlafen und sie ein wenig Ruhe und Zeit für sich hat, bevor sie schlafen geht und das Gleiche in ein paar Stunden von vorne beginnt. Sie fühlt sich wie ein Hamster im Laufrad, die Kinder und die Gesellschaft treiben es stetig an, sie hetzt hinterher. Und wie sehr sie auch hetzt, und wie sehr sie sich auch bemüht, kann sie es doch keinem recht machen, am allerwenigsten  sich selbst.

Als sie endlich mit den Kindern im Badezimmer angekommen ist, traut sie ihren Augen nicht: es ist kein Wasser in der Wanne; die Mädchen hatten vergessen, den Stöpsel zu schließen.

Egal – dann wird eben morgen gebadet. Doppelt so gründlich! Also schnell Zähne putzen und dann ab ins Bett. Obwohl es eigentlich schon zu spät und sie zu müde ist, liest sie ihren Kindern noch eine Geschichte vor. Schließlich hatten sie sich so darauf gefreut, und versprochen ist versprochen. Nach der Geschichte wünscht sie ihren Mäusen noch eine gute Nacht, gibt ihnen ein Küsschen und sagt jeder einzelnen, wie lieb sie sie hat.

Fast ist sie schon aus dem Zimmer, ihre Entspannung scheint so nah, sie kann ihr Essen förmlich schon schmecken, da steht der Sohn wieder auf und schaltet das Licht an. „Ich muss mal auf´s Klo!“ Mama platzt der Kragen: „ICH HATTE EUCH DOCH VOR DER GESCHICHTE GEFRAGT, OB IHR NOCH MAL MÜSST, WEIL ICH EBEN NICHT MÖCHTE, DASS IHR NACH DER GESCHICHTE WIEDER AUFSTEHT!!!!“ Nun ist die Tochter, die bereits eingeschlafen war, auch wieder aufgewacht.

Mama bricht in Tränen aus. „Ich kann nicht mehr! Das ist mir alles zu viel!“ Noch während diese Worte aus ihr herausbrechen, fühlt sie sich schelcht. Wie kann sie nur die Kinder damit belasten? Was ist sie nur für eine schlechte Mutter? Sie fühlt sich nun noch schlechter. Sauer auf sich selbst, gelingt es ihr irgendwie, die Kinder wieder einigermaßen zu beruhigen. Sie geht nach unten, aber ihr Abend ist gelaufen. Sie isst irgendetwas, nur um etwas im Bauch zu haben, und auch das nervt sie, hatte sie sich doch so sehr auf ihre Auszeit gefreut. Nun aber kann sie sie gar nicht genießen, sie fühlt sich wie die schlechteste Mama der Welt. Da fällt ihr die Wäsche ein. Schnell packt sie sie noch von der Waschmaschine in den Trockner und räumt die Küche auf. Da war doch noch was… Ach ja, der kalte Kaffee in der Microwelle. Sie wischt sie aus und bereitet parallel das Lieblingsmüsli ihrer Tochter für den nächsten Schultag vor. Die Sendung im TV, die sie eigentlich gern gesehen hätte, ist mittlerweile fast vorbei.

Als sie sich endlich vor den Fernseher auf das Sofa legt, geht sie im Kopf noch mal alle Sachen für den nächsten Tag durch: Welche Termine stehen an? Hat sie alles dafür? Welches Kind hat Sport? Stehen die Turnbeutel bereit? Befinden sich die am Morgen zu befüllenden Brotboxen auch tatsächlich in der Spülmaschine, so dass sie sie morgen früh nicht erst alle abwaschen muss? Mist! Sie hat vergessen, die Kinder daran zu erinnern, die Kleidung für den nächsten Tag herauszulegen! Na gut, dann muss es morgen früh eben mal noch schneller gehen.

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Mama öffnet die Augen, die Kerzen auf dem Sofatisch flackern, der Fernseher läuft, seine Uhr zeigt 1:30. Oh nein, sie ist eingeschlafen. Dabei muss sie sich doch noch abschminken und sich ihre Zähne putzen….. 2:30 Ups, schon wieder eingenickt. Jetzt muss sie aber wirklich aufstehen und sich abschminken und sich…  3:00 jetzt aber wirklich! Mama schleppt sich ins Bad, befreit sich vom Make up und putzt sich die Zähne. Hoffentlich wachen die Kinder nicht auf. Nein, zum Glück schlafen sie tief und fest. Sie geht wieder herunter und legt sich hin. Sie kann nicht einschlafen. Da fällt ihr ein, dass sie die Spülmaschine gar nicht eingeschaltet hatte. Das holt sie schnell nach, dann legt sie sich wieder hin. Irgendwann schläft sie endlich. In drei Stunden klingelt der Wecker.

…nun beginnt der neue Tag; dafür einfach wieder Alltagswahnsinn Teil I lesen, danach Teil II, usw… am Wochenende ändern sich eigentlich nur zwei Dinge:

  1. die Kleidung muss nicht herausgesucht werden (folglich ist es auch nicht schlimm, wenn dies vergessen wird) und
  2. die Kinder müssen nicht geweckt werden. Sie stehen von alleine, wie von Geisterhand, noch früher auf als unter der Woche! Und ihre erste Frage lautet: „MAMAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!! Was machen wir heute?!?!“
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Alltagswahnsinn einer alleinerziehenden Dreifach-Mama Teil I

Seit einem Vierteljahr bin ich nun alleinerziehend, genauer gesagt alleinerziehend hoch drei. Quasi über Nacht wurden wir von der spanisch-deutschen Großfamilie zur Single Parent Family. Alleinerziehende von drei Kindern. Krass! Ich benötige jetzt alle Kraftreserven für meine drei Mäuse und unseren Alltag. Schon allein die Action am Morgen würde einen ganzen Blogpost füllen, aber ich wollte Euch auch den Rest meines Tages nicht vorenthalten. Aufgrund der Länge gibt´s den Post in zwei Teilen; Teil 2 erscheint am Sonntag!

Ein ganz normaler Tag im Leben einer alleinerziehenden Dreifach-Mama:

6:45 der Wecker klingelt (ja, so spät, denn die Schule der Ersten beginnt erst um 8:30, der Zweite muss um 9:00 da sein, die Dritte bis spätestens 10:00 in die Kita gebracht werden – nicht bereits um 5:45 aufstehen zu müssen, wäre dann aber auch wirklich der einzige Luxus des Tages)
7:00 Mama schmiert Brote, sucht eifrig die Milchschnitten, Joghurtquetschis und Müsliriegel zusammen, bereitet Apfel- und Möhrenschnitze für die Brotboxen der beiden Schulkinder vor. Das Birchermüsli (seit neuestem Favorit der Tochter) hat sie noch schnell am Vorabend (also, genauer gesagt war es schon eher so gegen 0:30) vorbereitet und in den Kühlschrank gepackt. Immerhin.

Nebenbei bereitet sie sich schnell einen Kaffee zu, zum Aufwachen.

7:25 sie weckt die Kinder und sagt ihnen, dass sie sich anziehen sollen. Die entsprechende Kleidung hat sie bereits am Vorabend gemeinsam mit ihnen herausgesucht und bereitgelegt. Organisation ist halt alles!
7:30 Mama geht ins Bad
7:31 kaum ist die elektrische Zahnbürste eingeschaltet, ertönen die ersten Schreie und lautstraken Streitereien aus dem Kinderzimmer. Mama versucht, diese erstmal so gut es geht zu ignorieren.
7:32 „MAMAAAA??!!“, die Kleinste steht vor der verschlossenen Badezimmertür, „ich muss Pipi!!!“ Mama öffnet geübt mit einer Hand die Verriegelung der Tür, in der anderen die elektrische Zahnbürste (welche sich erst nach drei Minuten Putzzeit automatisch abschaltet). Ein „Geh-Doch-Auf-Die-Andere-Toilette“ konnte sie aufgrund des Zahnpastaschaums im Mund nicht hervorbringen, aber es wäre ohnehin nicht verstanden worden, oder es hätte nicht verstanden werden wollen, und es hätte auch nichts gebracht.
7:33 erneute Auseinandersetzungen tönen aus dem Kinderzimmer.
7:34 Mamas Zähne sind geputzt! Check!
Mama sieht im Kinderzimmer nach den Streithähnen. Die Kleinste ist halb angezogen, die beiden Großen noch immer in ihren Schlafanzügen und nach wie vor dabei, sich gegenseitig zu provozieren. Mama ermahnt sie, sich nun endlich anzuziehen und fragt (rhetorisch versteht sich), was sie denn bitte die letzten zehn Minuten gemacht hätten. Sie sehnt sich nach einem Schluck Kaffee, vorher will sie sich aber erst einmal schnell selber etwas anziehen. Prioritäten setzen ist eben das A und O!
7:36 Mama öffnet ihren Kleiderschrank.
7:37 „MAMAAAAA??!! Kannst du mir die Trumpfhose anziehen?“
Mama zieht der Kleinsten die Strumpfhose an.
Dann zieht sie sich an.
Sie ermahnt die Älteren, sich nun auch endlich anzuziehen und sich die Zähne zu putzen – ohne zu streiten!
Sie trägt den Kindern auf, sich die Haare zu kämmen und sich ihre Schuhe anzuziehen.
7:45 Mama nimmt endlich einen Schluck Kaffee. Er ist kalt.
Ihr Blick fällt auf die Uhr. WAAAAAS?!?? Schon so spät?
Mama wird nervös.
Der Älteste ist immernoch ungekämmt. Und sie ohne Kaffee.
7:46 Während der Sohn sich die Haare kämmt, kommt ihr die Idee, sich den Kaffee schnell in der Mikrowelle aufzuwärmen, dann wird sie ihn eben im Auto trinken. Man muss halt flexibel sein! Nebenbei schmiert sie jedem Kind seinen Lieblingstoast für den Fahrtweg und manövriert den Nachwuchs schon mal samt Schultaschen (und ggf. Turnbeutel/ Schwimmsachen) ins Auto.
7:50 jetzt nur noch schnell den Kaffee aus der Mikrowelle holen und los!
7:51 Mama öffnet die Mikrowelle. Der Kaffee ist übergekocht und hat sich in der gesamten Mikrowelle verteilt…..

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9:20 nachdem Mama nun alle drei Kinder pünktlich (!) an drei verschiedenen Einrichtungen abgeliefert hat (die Details erspare ich euch lieber), bestellt sie sich beim Bäcker neben dem Kindergarten erst einmal einen großen Cappuccino. Eeeendlich! Ihr erster Termin ist um 11:00. Bliebe ja eigentlich noch massenhaft Zeit, mal wieder etwas für sich zu tun – jedenfalls in Mamas Turbomodus, der scheinbar von den morgendlichen Rennereien noch aktiviert ist. Und so nimmt sie den Cappuccino „to go“ und macht sich voll motiviert auf den Weg zum Sport. Zeit für sich ist ja sooo wichtig! (#metime und so)
11:02 abgehetzt, verschwitzt, aber fast noch rechtzeitig findet sie einen Parkplatz vor der Tür des Jugendamts. Es geht um die Beantragung einer Familienhilfe, denn noch schafft Mama es zwar irgendwie alleine, Haushalt und Kinder und Studium und was da sonst noch war (ach, ja klar: Trauer!) zu wuppen, aber nicht mehr lange; so ganz ohne Unterstützung bricht sie früher oder später zusammen – gefühlt eher früher – und damit wäre ja keinem gedient!
Während des Termins erreicht sie eine Whatsapp des neuen Fußballtrainers des Sohnes; Mama soll ihm heute unbedingt schon Fußballschuhe mitgeben und Laufschuhe und ein Passfoto für die Vertragsunterlagen, die sie bitte in jedem Fall noch heute in der Geschäftsstelle abholen und ausfüllen muss.
Nach dem Termin hetzt Mama schnell wieder zum Auto, auf dem Weg antwortet sie dem Trainer, dass sie es zwar nicht schaffen wird, heute vor dem Training noch Passfotos vom Sohn machen zu lassen, an den Rest werde sie aber denken! (Sie fühlt sich schlecht, weil sie es nicht schaffen wird, Passfotos mitzubringen.)
13:00 der nächste Termin steht an; diesmal ein Elterngespräch an der Schule des Sohnes. Leider sind die Neuigkeiten nicht durchweg positiv. Sie solle sich mal um eine Nachhilfe für ihn bemühen, oder wenigstens um ein Nachhilfecomputerprogramm, und auch an die notwendige Vorbereitung des bevorstehenden Schulwechsels solle sie denken, und man habe das Gefühl, dass mal wieder mit dem Arzt des Sohnes über dessen Medikation gesprochen werden müsste, da solle sie mal bitte dringend einen Termin machen, und außerdem seien derzeit viele Erzieher krank, weshalb sie ihren Sohn doch kommende Woche bitte schon um 12:30 abholen soll. Klar! Ist ja auch egal, wie sie dann ihre Arbeit schafft; muss sie halt umorganisieren. Sie arbeitet ja eh von zu Hause und ist daher so unglaublich flexibel. Kein Problem!

14:00 Mama rennt los, um Fußballschuhe zu kaufen, die Parkplatzsuche gestaltet sich schwierig… Mama steht das gefühlte zehnte Mal an diesem Tag am Rande des Nervenzusammenbruchs.
15:00 der Sohn kommt aus der Schule, und Mama fängt ihn noch auf der Straße ab. Gerade noch rechtzeitig hat sie es mal wieder -mit den neuen Fußballschuhen- nach Hause geschafft! Supermom halt! Während der Sohn bereits im Auto sitzt, rennt Mama noch mal schnell ins Haus, um ihm seine Laufschuhe und Duschsachen einzupacken.
Jetzt muss nur noch schnell die Mittlere abgeholt werden bevor es zum Training geht. Sobald Mama sie nämlich mal zu lange im Hort lässt, will sie am nächsten Tag gar nicht mehr in die Schule gehen (Verlustangst und so). Ein Mal musste Mama sie sogar morgens wieder mitnehmen, da war einfach nichts zu machen.
16:20 der Sohn ist (trotz Berufsverkehr und Verzögerungen beim Schwester-Abholen) pünktlich an der Kabine abgeliefert und zieht sich um.

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16:30 das Fußballtraining beginnt.
Statt nun „faul“ dem Sohn 1,5 Stunden beim Training zuzuschauen und mal durchzuatmen, nutzt Mama die Zeit, um die Kleinste aus der Kita abzuholen (natürlich mit der Mittleren im Schlepptau), denn nach dem Training würde es zu spät.
Auf Wunsch der Mädchen geht sie noch schnell ein paar Süßigkeiten kaufen, um sie bei Laune zu halten. Natürlich gibt es Streit um die Sorte, die gerechte Verteilung, etc., etc…. Mama stellt ihre mittlerweile sehr müden Ohren auf Durchzug. Sie hat Durst, Hunger und Rückenschmerzen. Ist das etwa vom Training heute? Oder trägt sie die falschen Schuhe? Egal! Weiter geht´s…

To be continued… Teil II erscheint übermorgen, am Sonntag, 14.10.!

Warum?

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll, aber es ist mir ein Anliegen, diesen Beitrag zu schreiben und mich Euch mitzuteilen.

Mein Amori, der Vater meiner drei Kinder, meine große Liebe, hat sich am frühen Morgen des 21.06.2018 das Leben genommen. Warum? Das wird wohl nie jemand so richtig wissen. Wahrscheinlich weiß er es selbst nicht mal. Er war weder krank noch standen wir am finanziellen Ruin, auch Schluss gemacht hatte ich nicht. Wir hatten Probleme, wie es sie wohl in jeder Partnerschaft gibt. In letzter Zeit stritten wir immer häufiger, er war ständig gereizt, was ich dem Stress wegen der Selbständigkeit in Verbindung mit den drei Kindern, etc., etc. zuschob. Klar, wir hatten viel um die Ohren und die Fanmeile (dort standen wir gerade mit unserem Food Truck) lief nicht so gut wie erhofft, aber sich deshalb umbringen? Niemals!

An seinem letzten Tag kam ich abends mit den Kindern zur Fanmeile. Wir sahen dort das Spanien-Spiel (gegen wen habe ich schon vergessen). Als er gegen Ende des Spiels wieder mit seiner schlechten Laune anfing, machte ich mich schon einmal mit den Kindern auf den Weg nach Hause. Ich ließ ihn nicht alleine zurück. Seine Tante und sein Vater waren bei ihm, um zu helfen. Zu Hause angekommen, badete ich schnell die Kinder und legte mich zu ihnen ins Bett. Nachts wurde ich kurz wach, als er mit der Tante und seinem Vater nach Hause kam. Am nächsten Morgen war er weg. Da wollte ich gerade die Kinder in die Kita bringen. Ich dachte mir erst nichts dabei; dachte, er sei kurz Zigaretten/ Brötchen/ XY holen. Außerdem war ich im Stress, hatte noch einen Termin in Potsdam. Wie auch immer, ich musste los.

Gerade als ich aus dem Haus wollte, kamen mir zwei Männer von der Kriminalpolizei entgegen. Ich ahnte nichts Gutes. Hoffte, er sei vielleicht betrunken im Straßengraben aufgefunden worden/ war in eine Schlägerei verwickelt gewesen/ im Krankenhaus/ wie auch immer. Als sie sich meiner und seiner Identität versichert hatten (sie wollten sogar ein Foto von ihm sehen und probierten die Schlüssel, die er bei sich trug, aus), wollten sie mich allein sprechen. Ich schickte die Tante und den Opa mit meinen Kindern vor die Tür. Ich sollte mich „erstmal hinsetzen“, dann kam der Satz, den ich nie vergessen werde „Der Miguel (das war sein erster Vorname – nicht sein Rufname) ist heute früh gestorben!“ Bähm! In Your Face! Gestorben! Unwiederbringlich. Endgültig. Unumkehrbar. Ich konnte, wollte es nicht wahr haben. Es war wie ein Schlag ins Gesicht, der so endgültig ist, dass er keinerlei Hofnung mehr zulässt. Zwecklos jede weitere Nachfrage à la „lebt er nicht vielleicht doch noch ein bisschen?“

Ich weiß gar nicht mehr, wie genau ich reagiert habe in dem Moment, aber die Tante kam hereingestürmt und wollte wissen, was passiert war. Als ich es dann irgendwann auf spanisch hervorbrachte, fing auch sie an zu schreien und lief zum Vater. Auch er fing an zu schreien. Meine drei verwirrten Kinder mittendrin. Es war wie ein Albtraum! Komischerweise fing ich ab da an, einfach nur noch zu funktionieren. Die Mäuse gingen erstmal zur Nachbarin. Ich erledigte alles weitere wie in Trance. Erst sagte ich meinen Termin in Potsdam ab, dann rief ich die Betreiber der Fanmeile an. Dort sollten wir ja eigentlich bis zum Ende der WM stehen. Mir war aber sofort klar, dass ich das Geschäft alleine nicht weiterführen würde. Danach meldete ich mich bei den Betreibern des Bergmannstraßenfestes, auch da musste ich für das kommende Wochenende absagen. Sonst konnte ich niemandem Bescheid geben. Dazu hatte ich keine Kraft. Irgendwann am Vormittag rief ich meine Mutter an, die sich sofort von Köln zu uns nach Berlin auf den Weg machte. Ich ging mit den Kindern und unseren Nachbarn im Wald spazieren. Alles wie in Watte. Ich konnte es nicht glauben, wollte es nicht akzeptieren. Gestern war doch noch alles ok gewesen – klar, der übliche Stress, aber doch nichts, wofür es keine Lösung gab. Einen Tag vor seinem letzten hatte ich einen Tiefpunkt. Er baute mich auf, nahm mich in seine Arme und meinte, dass wir das schon schaffen, dass jetzt zwar ein stressiger Monat vor uns läge, aber danach hätten wir ja erstmal Urlaub und könnten uns entscheiden, ob wir das ganze Food Truck Business weiterführen würden oder nicht. Ich hatte ihn in dem Moment so für seine Stärke bewundert und ihm das auch gesagt.

Was war nur passiert, dass er anderthalb Tage später keinen anderen Ausweg mehr sieht, als sich umzubringen? Er war überarbeitet, hatte in der letzen Zeit kaum noch gegessen, wenig geschlafen und stand unter einem enormen Druck, den er sich größtenteils selbst gemacht hatte. Klar ist, dass an dem Abend/ in der Nacht Alkohol im Spiel war, ob noch andere Substanzen im Spiel waren, werden die Ergebnisse der Obduktion zeigen. Normalerweise hat er keine Drogen genommen, aber wer weiß, wen er zwischen Truckputzen und Nach-Hause-Kommen noch alles getroffen hatte. Wie ich später erfahren habe, war er nämlich mit Tante und Vater noch in zwei Lokalen gewesen. In seiner Verfassung hatte er sich vielleicht doch etwas andrehen lassen. Zwar würde es ihn nicht wieder zurückbringen,  aber es würde doch einiges erklären.

Ich spüre, dass er es in dem Moment, als er es tat, bereute, aber da war es schon zu spät. Ich weiß, dass es ihm unglaublich leid tut und er sich schämt für das was er getan hat. Wenn er könnte, würde er es sofort ungeschehen machen, aber das geht leider nicht. Nichts ist so endgültig wie der Tod. Er war so lebenslustig, wir hatten so viele Pläne, hatten uns erst fünf Tage vorher einen neuen Kühlanhänger gekauft. Das tut man doch nicht, wenn man sein Ableben plant. Ich bin mir sicher, das Ganze war eine Art Kurzschlussreaktion. Leider eine Unumkehrbare.

Die ersten Tage nach der Tat waren die schlimmsten. Ich konnte weder essen noch schlafen, mir sind die Haare ausgefallen. Meine Umwelt habe ich wie unter einer Käseglocke wahrgenommen, ich war gar nicht richtig anwesend. Trotzdem musste ich weitermachen, schon alleine wegen der Kinder. In der ersten Zeit wollten sie (und auch ich) nicht mehr alleine schlafen, also schliefen wir zu viert in ihrem Zimmer, wie in der Nacht als es passiert war. Außerdem möchten sie nicht mehr alleine sein, nicht mal alleine unten im Wohnzimmer bleiben, wenn ich mal kurz hoch ins Badezimmer gehe. Ansonsten verhalten sie sich relativ „normal“. Kinder trauern anders. Sie werden kurz mal traurig, aber dann spielen sie auch schon wieder weiter. Dennoch ist mir klar, das das Ganze nicht spurlos an ihnen vorbeigehen kann. Ganz wichtig finde ich Offenheit in dieser Zeit. Ich habe ihnen alles erzählt was sie wissen wollten, ohne Verheimlichungen. Bei uns gibt es keine Tabus. Sie dürfen mich alles fragen und ich beantworte ihnen ihre Fragen so gut ich es kann. Ich habe ihnen auch erklärt, dass Papa nicht komplett weg ist, sondern seine Seele jetzt immer auf uns aufpasst. Und dass wir es auch alleine schaffen werden. Mama hat jetzt Papas Stärke dazubekommen!

Dennoch ist das Weitermachen für mich schwer. Ich bin plötzlich alleinerziehend. Alleinerziehende Mama von drei Kindern! Nächsten Monat muss ich ohne ihn zur Einschulung unserer mittleren Tochter. Ich fühle mich leer und halbiert. Am Tag seines Todes bin auch ich einen Teil gestorben. Wir haben uns so geliebt, waren ein Drittel unseres Lebens fast Tag und Nacht zusammen. Ich vermisse ihn. Immer. Alles erinnert mich an ihn. Und ich frage mich, ob ich irgendwann wieder so richtig glücklich werden kann. Meine Gefühlslage ähnelt einer Achterbahnfahrt. Mal geht es mir besser, dann habe ich wieder meine Tiefpunkte. Und immer quält die Frage nach dem WARUM.

 

*(Dieser Text entstand bereits im Juli, nur konnte ich mich bis jetzt nicht dazu durchringen, ihn zu veröffentlichen.)

Drei Kinder und ein Food Truck – Mama und Papa machen sich selbständig

Ihr Lieben, wer mir auch auf Facebook und/oder Instagram folgt, weiß bereits, dass ich in letzter Zeit viiiiieeeeeel Arbeit hatte und keinen freien Kopf, bzw. freie Zeit für irgendetwas (daher auch soooo lange kein neuer Post von mir). Den Grund dafür möchte ich Euch hiermit feierlich verraten: Westenddad und ich machen uns gerade selbständig! Womit? Mit einem spanischen Food Truck, spezialisiert auf Tapas und Grillhähnchen.

 

 

So, nun ist es raus!

Der Grund dafür? Wir lieben Stress und Verantwortung 😉 , vor allem aber wollten wir unsere Leidenschaft, das Kochen, Essen und Trinken schon lange zum Beruf machen. Unser ursprüngliches Vorhaben, eine kleine Pollería (Hähnchen- und Tapasbar) im andalusischen Stil zu eröffnen, haben wir nach reichlichem Überlegen, Durchrechnen und Abwägen schließlich für die Pollería auf Rädern hintenangestellt: die Vorteile des Trucks sind ganz klar die höhere Flexibilität und das geringere Risiko. Sollte unser Geschäft – warum auch immer – überhaupt nicht laufen oder wir merken, dass es doch nicht das Richtige für uns ist, können wir es einfach wieder aufgeben: wir sind an keine langjährigen Mietverträge gebunden, auch auf keinen Vermieter angewiesen. Wenn wir in den Schulferien Urlaub machen wollen, schließen wir den Truck ab und sind weg. Wir haben keine hohen Fixkosten, wie z.B. die Miete. Die Standgebühren sind meist überschaubar.

 

Dennoch hängt auch sehr viel Arbeit an einem Food Truck

Soooo einfach wie es klingt ist es dann aber doch nicht. Gerade am Anfang muss alles erst einmal aufgebaut und organisiert werden. Die Webseite muss gestaltet, das Logo designt, (Reise-)Gewerbe angemeldet, der Truck zugelassen, versichert, lackiert, die Lieferanten und Mitarbeiter gefunden werden, ebenso wie eine professionelle Gastroküche, in der die Speisen zubereitet und gelagert werden dürfen. Und Standplätze dürfen natürlich auch nicht fehlen, denn leider kann man sich in Deutschland nicht einfach, wie beispielsweise in den USA, an den Straßenrand stellen und munter verkaufen. Ihr könnt euch also vorstellen, dass mein Kopf in den letzten Wochen entsprechend voll war und ich daher auch so gar keine Zeit oder Energie für irgendetwas anderes aufbringen konnte.

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Und die Kinder?

Nicht mal wirklich für die Kinder, muss ich zu meiner Schande gestehen. Zum Glück sind sie unter der Woche in ihrer Kita und dem Hort wirklich gut versorgt, so dass das kein Problem war, aber die Wochenenden waren schon hart, besonders die letzten: die Umlackierung ist zum Beispiel erst am Freitagabend fertig geworden, am Samstag mussten wir dann unsere Speisen für die Veranstaltung am 1. Mai vorbereiten, eine Lenkradkralle kaufen (alle KFZ, die auf dem Festgelände über Nacht blieben, brauchten laut Angaben der Polizei eine, sonst wären sie abgeschleppt worden – nicht auszudenken!), die Playlist zusammenstellen, noch schnell einen Verstärker kaufen, den Kühlanhänger abholen, die Menütafel gestalten, und, und, und… Wir sind fast wahnsinnig geworden; auch die Kinder haben ihr Übriges dazu beigetragen: sie waren nervös, überdreht und haben uns zusätzlich gestresst – unsere Anspannung hat sich auf sie übertragen. Ich fühlte mich wie die schlechteste Mama der Welt; war nur noch angespannt, am Schreien und hatte weder Zeit noch Nerven für die Mäuse. Vor lauter Stress vergaß ich am Samstag sogar Carlos´ Reitstunde (er übrigens auch) …  Statt etwas Schönes mit ihnen zu unternehmen, mussten sie mitkommen zum Einkaufen, Mitarbeiterabholen, Aufbauen. Zum Glück sprang schließlich mein Cousin (und Nachbar) und seine Familie (spanische Frau und insgesamt 8 (!) Patchworkkinder und Hund) ein. Die Mäuse durften dort zwei Mal übernachten und auch zu unserer nächsten größeren Veranstaltung, dem Karneval der Kulturen, werden sie dort unterkommen. Was ich daraus gelernt habe: Sich selbständig zu machen ist eine große Sache. Sie erfordert viel Arbeit, Mut und Hingabe. Organisation ist wichtig. Man kann es schaffen, auch mit drei Kindern, aber ohne Hilfe schafft man es nicht.

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Nun haben wir also drei Kinder und einen Food Truck. Schaut doch mal auf dessen Seite vorbei: http://www.chicos-chicken.de. Man kann uns übrigens auch buchen, weiterempfehlen, liken, etc. Ihr wisst schon 😉

 

Drei sind (mindestens) eines zuviel

Wir haben drei Kinder. Gerade wie jetzt auf Reisen merken wir immer häufiger, dass die moderne westliche Welt nicht auf drei Kinder, sprich auf eine fünfköpfige Familie, ausgerichtet ist. Wir sind einfach zu viele…

Zu viele für Auto, Bus, Bahn

Es fängt schon beim Auto an. Zwar ist der Standard ein Fünfsitzer, aber sind wirklich alle Plätze besetzt, fährt es sich doch ziemlich eng. Mal eine Freundin zusätzlich mitnehmen? Unmöglich! Also muss dringend ein Siebensitzer her. Doch auch bei dem geht es mit drei Kindern problematisch weiter: Getränkehalter sind hinten nur zwei vorhanden, Rücksitze, an denen man z.B. Bildschirme befestigen kann (gerade auf längeren Fahrten wie bei uns nach Spanien unabdingbar), gibt es nur zwei Mal, also muss entweder ein Kind auf das Bespaßungsprogramm verzichten (ha, ha, ha), oder es muss auf die hinterste Sitzreihe ausweichen; was natürlich keiner will.

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Wenn man nicht mit dem Auto reist, stößt man auf dieselben Probleme: Sitze gibt es nämlich auch in öffentlichen Verkehrsmitteln immer nur zwei oder (wenn man Glück hat) vier zusammen, aber nie fünf oder mehr. Also wird einer auf den Schoß genommen (ungemütlich), oder muss allein sitzen (will niemand, außer vielleicht ein Elternteil, welches dem anderen allerdings nicht zumuten kann, sich allein um drei Kinder zu kümmern), oder die Familie muss sich in zwei Grüppchen aufteilen.

 

Zu viele fürs Hotelzimmer

Weiter geht´s im Hotel: klassisch gibt es Einzel- und Doppelzimmer. Ein Kinderbett kann meist dazugestellt werden. Nicht aber drei! Familienzimmer gibt es in den wenigsten Hotels, und selbst die sind standardmäßig auf zwei Kinder ausgerichtet, also müssen sich die Eltern entweder aufteilen und zwei Zimmer buchen oder (so wie wir) einfach ein Vierbett-Familienzimmer nehmen und ihre drei Kinder in ein Doppelbett packen – wobei man bei dieser Variante auf eine Lektion des Rezeptionisten gefasst sein muss.

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Zu viele für den Tisch im Restaurant

Im Restaurant ist es ähnlich: Ein Tisch ist klassicherweise auf zwei oder vier Personen ausgerichtet. Zu fünft müssen wir also entweder zwei Tische zusammenstellen (oft, gerade wenn es voll ist, nicht gern gesehen) oder wir quetschen noch einen Stuhl an die Kante und sitzen wieder mal ziemlich eng und unbequem. Und komischerweise oft mit dem absurden Gefühl, uns für unsere Vielzahl entschuldigen zu müssen.

 

Als fünfköpfige Familie muss man stets gut organisiert sein, alles muss frühzeitig reserviert  werden. Bye-bye Spontaneität. Sonst hat man es schwer. Kreativität ist gefragt, Improvisation an der Tagesordnung. Immer wieder merkt man: drei Kinder sind definitiv mindestens eines zuviel. Ab und zu ertappe ich mich beim Gedanken, wie es wohl wäre, wenn wir nur ein oder zwei Kinder hätten… Ja, vieles wäre weniger umständlich, weniger anstrengend, aber dennoch möchte ich natürlich keines meiner Kinder missen. Nein, wir passen nicht in das klassische Vater-Mutter-Kind-Kind-Schema. Wir sind etwas Besonderes. Und das ist auch gut so!

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Habt Ihr auch mehr als zwei Kinder und ähnliche Erfahrungen gemacht?