Drei Kinder und ein Food Truck – Mama und Papa machen sich selbständig

Ihr Lieben, wer mir auch auf Facebook und/oder Instagram folgt, weiß bereits, dass ich in letzter Zeit viiiiieeeeeel Arbeit hatte und keinen freien Kopf, bzw. freie Zeit für irgendetwas (daher auch soooo lange kein neuer Post von mir). Den Grund dafür möchte ich Euch hiermit feierlich verraten: Westenddad und ich machen uns gerade selbständig! Womit? Mit einem spanischen Food Truck, spezialisiert auf Tapas und Grillhähnchen.

 

 

So, nun ist es raus!

Der Grund dafür? Wir lieben Stress und Verantwortung 😉 , vor allem aber wollten wir unsere Leidenschaft, das Kochen, Essen und Trinken schon lange zum Beruf machen. Unser ursprüngliches Vorhaben, eine kleine Pollería (Hähnchen- und Tapasbar) im andalusischen Stil zu eröffnen, haben wir nach reichlichem Überlegen, Durchrechnen und Abwägen schließlich für die Pollería auf Rädern hintenangestellt: die Vorteile des Trucks sind ganz klar die höhere Flexibilität und das geringere Risiko. Sollte unser Geschäft – warum auch immer – überhaupt nicht laufen oder wir merken, dass es doch nicht das Richtige für uns ist, können wir es einfach wieder aufgeben: wir sind an keine langjährigen Mietverträge gebunden, auch auf keinen Vermieter angewiesen. Wenn wir in den Schulferien Urlaub machen wollen, schließen wir den Truck ab und sind weg. Wir haben keine hohen Fixkosten, wie z.B. die Miete. Die Standgebühren sind meist überschaubar.

 

Dennoch hängt auch sehr viel Arbeit an einem Food Truck

Soooo einfach wie es klingt ist es dann aber doch nicht. Gerade am Anfang muss alles erst einmal aufgebaut und organisiert werden. Die Webseite muss gestaltet, das Logo designt, (Reise-)Gewerbe angemeldet, der Truck zugelassen, versichert, lackiert, die Lieferanten und Mitarbeiter gefunden werden, ebenso wie eine professionelle Gastroküche, in der die Speisen zubereitet und gelagert werden dürfen. Und Standplätze dürfen natürlich auch nicht fehlen, denn leider kann man sich in Deutschland nicht einfach, wie beispielsweise in den USA, an den Straßenrand stellen und munter verkaufen. Ihr könnt euch also vorstellen, dass mein Kopf in den letzten Wochen entsprechend voll war und ich daher auch so gar keine Zeit oder Energie für irgendetwas anderes aufbringen konnte.

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Und die Kinder?

Nicht mal wirklich für die Kinder, muss ich zu meiner Schande gestehen. Zum Glück sind sie unter der Woche in ihrer Kita und dem Hort wirklich gut versorgt, so dass das kein Problem war, aber die Wochenenden waren schon hart, besonders die letzten: die Umlackierung ist zum Beispiel erst am Freitagabend fertig geworden, am Samstag mussten wir dann unsere Speisen für die Veranstaltung am 1. Mai vorbereiten, eine Lenkradkralle kaufen (alle KFZ, die auf dem Festgelände über Nacht blieben, brauchten laut Angaben der Polizei eine, sonst wären sie abgeschleppt worden – nicht auszudenken!), die Playlist zusammenstellen, noch schnell einen Verstärker kaufen, den Kühlanhänger abholen, die Menütafel gestalten, und, und, und… Wir sind fast wahnsinnig geworden; auch die Kinder haben ihr Übriges dazu beigetragen: sie waren nervös, überdreht und haben uns zusätzlich gestresst – unsere Anspannung hat sich auf sie übertragen. Ich fühlte mich wie die schlechteste Mama der Welt; war nur noch angespannt, am Schreien und hatte weder Zeit noch Nerven für die Mäuse. Vor lauter Stress vergaß ich am Samstag sogar Carlos´ Reitstunde (er übrigens auch) …  Statt etwas Schönes mit ihnen zu unternehmen, mussten sie mitkommen zum Einkaufen, Mitarbeiterabholen, Aufbauen. Zum Glück sprang schließlich mein Cousin (und Nachbar) und seine Familie (spanische Frau und insgesamt 8 (!) Patchworkkinder und Hund) ein. Die Mäuse durften dort zwei Mal übernachten und auch zu unserer nächsten größeren Veranstaltung, dem Karneval der Kulturen, werden sie dort unterkommen. Was ich daraus gelernt habe: Sich selbständig zu machen ist eine große Sache. Sie erfordert viel Arbeit, Mut und Hingabe. Organisation ist wichtig. Man kann es schaffen, auch mit drei Kindern, aber ohne Hilfe schafft man es nicht.

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Nun haben wir also drei Kinder und einen Food Truck. Schaut doch mal auf dessen Seite vorbei: http://www.chicos-chicken.de. Man kann uns übrigens auch buchen, weiterempfehlen, liken, etc. Ihr wisst schon 😉

 

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Drei sind (mindestens) eines zuviel

Wir haben drei Kinder. Gerade wie jetzt auf Reisen merken wir immer häufiger, dass die moderne westliche Welt nicht auf drei Kinder, sprich auf eine fünfköpfige Familie, ausgerichtet ist. Wir sind einfach zu viele…

Zu viele für Auto, Bus, Bahn

Es fängt schon beim Auto an. Zwar ist der Standard ein Fünfsitzer, aber sind wirklich alle Plätze besetzt, fährt es sich doch ziemlich eng. Mal eine Freundin zusätzlich mitnehmen? Unmöglich! Also muss dringend ein Siebensitzer her. Doch auch bei dem geht es mit drei Kindern problematisch weiter: Getränkehalter sind hinten nur zwei vorhanden, Rücksitze, an denen man z.B. Bildschirme befestigen kann (gerade auf längeren Fahrten wie bei uns nach Spanien unabdingbar), gibt es nur zwei Mal, also muss entweder ein Kind auf das Bespaßungsprogramm verzichten (ha, ha, ha), oder es muss auf die hinterste Sitzreihe ausweichen; was natürlich keiner will.

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Wenn man nicht mit dem Auto reist, stößt man auf dieselben Probleme: Sitze gibt es nämlich auch in öffentlichen Verkehrsmitteln immer nur zwei oder (wenn man Glück hat) vier zusammen, aber nie fünf oder mehr. Also wird einer auf den Schoß genommen (ungemütlich), oder muss allein sitzen (will niemand, außer vielleicht ein Elternteil, welches dem anderen allerdings nicht zumuten kann, sich allein um drei Kinder zu kümmern), oder die Familie muss sich in zwei Grüppchen aufteilen.

 

Zu viele fürs Hotelzimmer

Weiter geht´s im Hotel: klassisch gibt es Einzel- und Doppelzimmer. Ein Kinderbett kann meist dazugestellt werden. Nicht aber drei! Familienzimmer gibt es in den wenigsten Hotels, und selbst die sind standardmäßig auf zwei Kinder ausgerichtet, also müssen sich die Eltern entweder aufteilen und zwei Zimmer buchen oder (so wie wir) einfach ein Vierbett-Familienzimmer nehmen und ihre drei Kinder in ein Doppelbett packen – wobei man bei dieser Variante auf eine Lektion des Rezeptionisten gefasst sein muss.

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Zu viele für den Tisch im Restaurant

Im Restaurant ist es ähnlich: Ein Tisch ist klassicherweise auf zwei oder vier Personen ausgerichtet. Zu fünft müssen wir also entweder zwei Tische zusammenstellen (oft, gerade wenn es voll ist, nicht gern gesehen) oder wir quetschen noch einen Stuhl an die Kante und sitzen wieder mal ziemlich eng und unbequem. Und komischerweise oft mit dem absurden Gefühl, uns für unsere Vielzahl entschuldigen zu müssen.

 

Als fünfköpfige Familie muss man stets gut organisiert sein, alles muss frühzeitig reserviert  werden. Bye-bye Spontaneität. Sonst hat man es schwer. Kreativität ist gefragt, Improvisation an der Tagesordnung. Immer wieder merkt man: drei Kinder sind definitiv mindestens eines zuviel. Ab und zu ertappe ich mich beim Gedanken, wie es wohl wäre, wenn wir nur ein oder zwei Kinder hätten… Ja, vieles wäre weniger umständlich, weniger anstrengend, aber dennoch möchte ich natürlich keines meiner Kinder missen. Nein, wir passen nicht in das klassische Vater-Mutter-Kind-Kind-Schema. Wir sind etwas Besonderes. Und das ist auch gut so!

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Habt Ihr auch mehr als zwei Kinder und ähnliche Erfahrungen gemacht?

#familylife – wenn die ganze Familie krank ist

Oh Mann…. Es ist mal wieder soweit: pünktlich eine Woche vor unserem Osterurlaub werden wir alle krank. Es fing letzten Samstag an. Carla (5) war auf einen Geburtstag eingeladen, auf den sie sich schon sehr freute. Das Geschenk war besorgt und eingepackt, alles war vorbereitet. Gegen Mittag gingen die Kinder baden; und da fing es an: Carla fühlte sich schlapp, bekam Schüttelfrost und erhöhte Temperatur. Den Geburtstag musste ich absagen. Nachts durfte sie in meinem Bett schlafen. Die halbe Nacht hustete sie (direkt in mein Gesicht) und ich kochte Tee, reichte ihr Taschentücher. Am Sonntag ging dann gar nichts mehr bei der kleinen Maus. Sie hatte den ganzen Tag über Fieber, aß (bis auf die Apfelstücke, die ich ihr fütterte) nichts und schlief die meiste Zeit.

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Abends, als unsere beiden Mädchen endlich ruhig eingeschlafen waren, machten wir es uns mit unserem Sohn (9) vor dem Fernseher gemütlich. Wenigstens etwas abschalten, etwas Ruhe bevor wir ins Bett gingen. Plötzlich kotzte unser Sohn ohne jegliche Vorankündigung aufs Sofa – nein, er hatte sich nicht angesteckt; er hatte während wir die Mädchen ins Bett brachten, einen Liter Eistee auf ex getrunken (warum auch immer) und nun Luft im Bauch, und irgendwie ergoss sich dann alles auf einmal im Schwall über unser Sofa… Natürlich sind Westenddad und ich nach über 10 Jahren und insgesamt vier Kindern, ein eingespieltes Team: ohne uns abzusprechen sprangen wir beide auf und erledigten routiniert unsere Aufgaben. Ich kümmerte mich um unseren Sohn, er sich ums Sofa. Dann gingen wir ins Bett – nix mit ruhigem Fernsehabend.

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Am nächsten Morgen ging es Carla schon wieder besser, aber nun fing es bei mir an: Kratzen im Hals, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit. Ausruhen war nicht wirklich drin: viel zu viele Termine standen an (schließlich sind wir ja bald wieder einige Wochen weg) – und die Sofabezüge mussten gewaschen werden. Nachts fing dann unsere Kleinste (4) an: sie kam wimmernd zu uns ins Bett, hustete und war heiß wie eine Kartoffel. Here we go again!… Carlos geht´s wie immer super, er ist nie krank, und er hat uns versprochen, keine Getränke mehr zu exen. Er ist gerade in der Schule. Wir anderen vier hängen mehr oder weniger angeschlagen so herum: Papa und Emma im Bett, Mama und Carla auf dem Sofa. Krank und frustriert. Im Hinterkopf alle Dinge, die wir eigentlich jetzt machen müssten. Vor allem ich komme damit schlecht klar, werde unruhig und fühle mich nutzlos. Kranksein ist ja so eine Zeitverschwendung, Fremdbestimmung, deprimierend. Wenigstens habe ich es geschafft, mal wieder einen Blogpost zu verfassen! 😉

Früher war mehr Entspannung

Früher war doch alles besser – oder? Naja, vielleicht nicht besser, aber doch weitaus entspannter: da sind die Kinder ab der ersten Klasse alleine zur Schule gelaufen (manche sogar schon alleine zur Vorschule!). Das war normal. Heutzutage wird man schief angeguckt, wenn man seine Kinder nicht bis mindestens zur dritten Klasse bringt und abholt. Früher war „Freispiel“ normal. Heutzutage macht man sich schon Gedanken, ob man sein Kind nicht vernachlässigt, wenn es nicht mindestens einem Hobby (im Verein versteht sich) nachgeht. Einfach machen lassen? Einfach mal treiben lassen? Geht gar nicht. Struktur ist angesagt und Disziplin und die maximal beste Vorbereitung, die man seinem Kind nur auf seinem Weg ins Leben mitgeben kann – das ist ja grundsätzlich richtig, die Frage ist nur, ob die Methoden es sind.

Neulich hatten wir ein kleines Wiedersehen mit unserer früheren Grundschullehrerin, mit der wir in  alten Zeiten schwelgten. Dinge, die heute völlig undenkbar sind, waren damals normal: Wer beispielsweise seine Hausaufgaben zum x-ten Male in der Schultasche nicht „fand“, dem wurde sie ausgekippt, um beim Suchen zu „helfen“ – ohne, dass die Eltern des betreffenden Kindes daraufhin sofort zum Direktor rannten; im Sommer waren wir mit der Klasse mal auf einem Ausflug; es war sehr heiß. Wir wollten uns auf einem Platz, auf dem gerade der Rasen gesprengt wurde, abkühlen, hatten aber keine Badesachen dabei, und so ließ uns unsere Lehrerin einfach nackig unter den Rasensprenger hüpfen. Das war völlig normal und überhaupt kein Anlass zur Sorge, auch nicht für unsere Eltern, denen wir natürlich freudig davon berichteten. Man stelle sich die Gesichter der Eltern dazu heute einmal vor, wenn sie erfahren, dass eine Lehrerin Zweitklässler nackt in aller Öffentlichkeit unter einem Rasensprenger toben lässt. Die Arme kann sich nach einem neuen Job umsehen.

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Helikopter und Handys statt eigene Erfahrungen machen und ausprobieren lassen

Kinder werden heute viel mehr kontrolliert als früher. Ich bin ein Kind der 80er Jahre, morgens hat meine Mutter mich rausgelassen und abends um 19:00 wieder rein – und das in einer Großstadt wie Berlin. In der Zeit dazwischen durfte ich mit meinen Freunden spielen, war frei, selbstbestimmt. Ich hatte nie Langeweile, bin mit meinen Freunden oft über den Zaun des geschlossenen Kindergartens geklettert und habe dort auf dem tollen, riesigen Spielplatz gespielt, wir haben auf dem Hof Höhlen gebaut, teilweise aus den alten, kaputten, ausgesonderten Möbelstücken unserer Nachbarn (nicht auszudenken, was da für Bakterien drin gesteckt haben müssen!), wir haben uns Geschichten ausgedacht, waren unbekümmert, frei und hatten Spaß.  Und das ohne Handy! Meine Mutter hatte quasi nie eine Ahnung, wo ich gerade war, und sie konnte mich auch schlecht kontrollieren. Klar, wäre etwas passiert, hätte ich auch nicht anrufen können, aber es ist nie etwas passiert – jedenfalls nie etwas Schlimmes. Und auch heute passiert statistisch betrachtet nicht mehr als vor dreißig Jahren, weniger übrigens auch nicht – trotz Handys und Helikopter-Eltern, aber wenn etwas passiert, bekommt man es mehr mit! Durch die ganzen (sozialen) Medien verbreiten sich Kindesentführungen/ Missbrauchsfälle und andere Gräueltaten aber viel schneller und weitreichender als früher, wo es lediglich Radio, Zeitungen und die TV-Nachrichten zu einer bestimmten Uhrzeit gab. Heute ist alles rund um die Uhr zugänglich, wodurch solche Verbrechen automatisch präsenter werden, und wir den Eindruck bekommen, die heutige Welt sei unsicherer geworden.

 

Wir setzen uns selbst unter Druck und scheitern an unseren eigenen, zu hohen Erwartungen

Ich lasse meine drei Kinder oft freispielen (hieß das zu unserer Zeit nicht einfach nur „spielen“?), im Haus oder im Garten. Aber im Gegensatz zur Generation meiner Mutter, habe ich dabei stets ein schlechtes Gewissen: Sollte ICH die Kinder jetzt nicht besser irgendwie pädagogisch wertvoll beschäftigen? Ihnen etwas anbieten? Mit ihnen basteln? Batiken? Englisch lernen? Ihnen etwas vorlesen? Oder wenigstens Kochen und Backen? Ich bin so unentspannt, meine Erwartungen an mich selbst, gerade was die Erziehung meiner Kinder angeht, sind so hoch, dass ich täglich daran scheitere und mich dann noch unfähiger fühle.  Die überzogenen, teilweise unrealistischen Erwartungen was die Kindererziehung angeht, sind also teilweise selbst auferlegt, und teilweise entstehen sie durch eine Art Gruppenzwang, weil man ja Familie XY in nichts nachstehen möchte. Man setzt sich also selbst unter Druck, ähnliches zu leisten, ungeachtet der äußeren Umstände, die dabei nicht berücksichtigt werden. (Die Burn-Out-Rate unter Müttern ist nicht umsonst in den letzten 10 Jahren um fast 40% gestiegen!)

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Familie als Statussymbol?

Nichts ist wohl so persönlich wie die eigene Familie, nichts so angreifbar wie der eigene Erziehungsstil. Da ist man am verletzlichsten, und so möchte man im Vergleich mit anderen natürlich besonders gut dastehen. Wo ein bisschen vergleichen ja durchaus normal ist, wird Wettbewerb heute ganz großgeschrieben. Das war früher sicher nicht anders, aber statt seine Erziehungsmethoden zu vergleichen, hat man sich mit anderen an der Größe des Autos/ Hauses / Fernsehers gemessen. Ist Familie also zu einer Art Statussymbol geworden? Generell wäre eine Verbesserung ihres Stellenwerts ja durchaus zu begrüßen, aber wie so häufig arten Vergleiche und Wettbewerb schnell in Egoismus und falschem Stolz der Eltern aus, in dem sie auch begründet liegen. Kind A macht Capoeira und geht in eine bilinguale Kita? Dann muss UNSER Kind das auch! Die wahren Interessen des Kindes bleiben dabei oft unberücksichtigt.

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Ein Plädoyer für mehr Entspannung!

Machen wir uns das Leben doch einfacher. Lassen wir unsere Kinder doch einfach mal machen und spielen und tun, worauf sie Lust haben. In dieser Freispielzeit können ja auch WIR mal tun was wir wollen: telefonieren, eine alte Folge Sex & the City schauen (oder Netflix) oder sonst einem Hobby nachgehen. Man muss nicht jedes Wochenende komplett mit Ausflügen und Aktivitäten fürs Kind vollstopfen, sondern kann es sich auch einfach mal zu Hause gemütlich machen. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, nächstes mal wieder etwas zu malen. Und was habt Ihr so vor? Ooooooohhhhhmmmmmm….

 

Mama macht Diät

So, hiermit ist es offiziell: Ich mache Diät! Es ist das erste Mal, dass ich eine Diät öffentlich mache, und mir ist bewusst, dass ich mir dadurch einen gewissen zusätzlichen Leistungsdruck aufbaue, aber genau das wollte ich. Nun gibt es kein Zurück mehr.

Spätestens wer meinen Instagram Account gesehen hat, weiß wie sehr ich Essen und Trinken liebe. Essen ist nicht einfach nur Mittel zum Zweck für mich, sondern eine echte Leidenschaft. Essen ist sinnlich, ein Genuss und Ich-Zeit, mit der ich mich belohne, die ich förmlich zelebriere, die mich durchhalten lässt. Stressige Momente bewältige ich, indem ich mir vorstelle, wie die Kinder eingeschlafen sind und ich in Ruhe Zeit zum Kochen, Essen und Genießen für mich habe, gern begleitet von ein oder zwei Aperol Spritz. Fastfood ist nicht mein Problem und generell ernähre ich mich ausgewogen, hochwertig und gesund. Als Vegetarierin kommt bei mir von Hause aus viel Gemüse auf den Tisch. Mein Problem ist einfach, dass ich ein wahnsinniger Genussmensch bin, also sehr gerne und häufig (und oft leider zu viel) esse und trinke: Bereits nach dem ersten morgendlichen Stress, nachdem ich die Kinder auf Schule und Kindergarten verteilt habe, gönne ich mir ein ausgiebiges Frühstück, bevor ich mich an die Arbeit setze. Das, gepaart mit meiner Bequemlichkeit (mit drei Kindern fahre ich fast nur noch mit dem Auto überall hin und bewege mich auch sonst nur wenn es sein muss) und meiner Aversion gegen Sport (im Fitnesscenter starre ich eigentlich nur auf die Minuten, die ich mich noch quälen muss. Spaß ist anders.), tut sein Übriges… Das Ergebnis: 18 kg mehr auf den Rippen als vor meiner ersten Schwangerschaft vor 10 Jahren (und da fand ich mich schon zu dick)!

Reißleine ziehen!

Neulich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Es muss sich etwas ändern. ICH muss etwas ändern! Ich fühle mich einfach nicht mehr wohl in meiner Haut, zwar liebe ich Kurven, aber meine sind derzeit ziemlich schlecht verteilt. Busen, Po und Hüfte hatte ich immer, und das ist auch gut so! Was mich wirklich stört ist mein Bauch: ich sehe, wenn ich ihn nicht einziehe, aus wie im 6. Monat schwanger. Sogar meine Kinder fragen manchmal, ob „da ein Baby drin“ ist. Die Taille schwindet immer mehr und der Hüftspeck quillt über die Hose. Auch an den Oberarmen habe ich zugelegt. Und im Gesicht. Und spätestens beim Eltern-Kind-Sport, als meine 5-jährige Tochter schneller war als ich (eigentlich war ich immer gut im Sprint), hätte ich merken müssen, dass es so nicht weitergehen kann. Da hat es allerdings noch etwas gedauert. „Self-denial“ heißt das im Englischen, wenn man sich etwas nicht eingestehen will. Bei mir aus Angst. Angst vor einer Diät, weil ich doch soooo gerne esse. Und Angst vor Sport, weil ich mich doch soooo ungerne bewege. Und Angst vorm Scheitern, weil ich doch soooo gerne gewinne.

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Durchstarten mit Weight Watchers und Speed Fit

Mit Speed Fit habe ich meinen persönlichen Sport gefunden; oder sollte ich „Alternative zum Sport“ sagen? Es basiert auf EMS: der Körper wird an Bauch, Beinen, Po, Rücken und Brust verkabelt und an Strom angeschlossen. Es werden Stromimpulse abgegeben, die – je nach Programmeinstellung – 3 oder 5 Sekunden lang andauern. In dieser Zeit spannen sich alle Muskeln an, der Körper muss dagegenhalten. Je nach Einstellung – meine Trainer drehen gerne hoch – kann das echt anstrengend sein. Dem Impuls folgt eine 5-sekündige Pause. Auf dem Display erscheint ein kleiner Countdown bis zum nächsten Impuls: 5, 4, 3, bei 2 muss man sich bereits wieder auf den eintreffenden Impuls vorbereiten, sonst wird es ungemütlich. Das Ganze geht dann so 15 Minuten. Selbstverständlich wird die Intensität der Impulse stetig hochgedreht, bis hin zum Endspurt, bei dem man dann wirklich noch einmal alles aus sich raus holen muss. Dann ist man fertig – in jedem Sinne! Speed Fit ist zwar definitiv nicht weniger anstrengend als das Training in einem herkömmlichen Fitnessstudio (ganz im Gegenteil!), aber da alle Muskelgruppen gleichzeitig trainiert werden, geht es viel schneller vorbei. Also perfekt für sportmuffelige Mütter mit chronischem Zeitmangel.

Ernährungsumstellung mit Weight Watchers

Was sich natürlich auch ändern muss, wenn man abnehmen möchte, sind die Essgewohnheiten. Ich habe vor einer Woche mit Weight Watchers angefangen und muss sagen, es ist echt ok. „Ok“ und nicht super-easy-peasy, weil ich einfach gerne und viel esse – auch gerne mal ein Croissant zum Frühstück oder ein Erdbeertörtchen zwischendurch und natürlich meinen heißgeliebten Aperol Spritz zum Abendessen. Das alles ist (anders als bei anderen Diäten) bei Weight Watchers zwar nicht grundsätzlich verboten, aaaaber jedes Lebensmittel erhält Punkte. Die Summe aller Punkte, die man am Tag zu sich nimmt, soll einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Diesen Wert berechnet Weight Watchers einem zu Beginn anhand des Gewichts, Geschlechts, Alters und der Größe, basierend darauf, ob man sich in seinem Beruf/Alltag eher viel oder wenig bewegt und natürlich je nachdem wieviel man abnehmen möchte. Man darf also theoretisch alles essen, was man will, solange man diesen Wert mehr oder weniger einhält. Meiner liegt momentan bei 23. Da ein Croissant 15 Punkte, ein Erdbeertörtchen 8 und ein Aperol Spritz 5 Punkte hat, habe ich schnell gelernt, mir das zwei Mal zu überlegen. Man kann dadurch aber auch gut nachvollziehen, was bei seiner eigenen Ernährung „schief“ gelaufen ist.

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Nach einer Woche Diät

Ich ernähre mich gesünder, trinke keinen Alkohol mehr und fühle mich besser. Das merke ich besonders morgens: ich komme – trotz Winter und momentan eisigen Temperaturen – schneller aus dem Bett. Und ich versuche, Bewegung in meinen Alltag einzubauen, bin bewusst aktiver: Auch wenn´s oft schwerfällt, nicht einfach den Fahrstuhl zu nehmen, gehe ich die Treppe. Und ich versuche, wenn ich schon das Auto nehme, wenigstens nicht direkt vor meinem Ziel zu parken (was in Berlin oft sowieso nicht gelingt 😉 ) sondern eine Ecke weiter. Zusätzlich werde ich heute mit einem Trainingsplan für Laufeinsteiger beginnen, wie mir auf Westendmum´s Facebook-Seite geraten wurde. Auf Runnersworld gibt es tolle Trainingspläne für jedes Level. Wir wohnen im Grunewald, da bietet sich das Laufen in freier Natur geradezu an, doch leider war das Joggen nie meine Spezialität. Ich hoffe, das wird sich dank passendem Trainingsplan nun  ändern! Ich prognostiziere mal, dass sich die Umstellung auch bald an meiner Haut abzeichnen wird und natürlich auf der Waage: in der ersten Woche habe ich schon 1,5 Kilo abgenommen. Ich hoffe, das geht weiter so. Zwölf müssen noch runter. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

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Was haltet Ihr von Diäten? Wolltet Ihr auch schon lange abnehmen oder ist das kein Thema für Euch? Habt Ihr schon mal abgenommen? Wie habt Ihr das geschafft? Habt Ihr Tipps zum Durchhalten?

 

Winterferien Deluxe – unsere Woche OHNE KINDER

Unsere Kinder verbringen diese Winterferien mit Verwandten in einem Kinderhotel an der Mecklenburgischen Seenplatte und wir haben frei! Hier ist mein Wochenbericht…

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Die Kinder werden um 11:30 abgeholt

11:45 FREIHEIIITTT!!!!! Beschwingt von so viel „Winterferien Deluxe – unsere Woche OHNE KINDER“ weiterlesen

Warum bleibt eigentlich immer alles an MIR hängen??

Eines vorweg: Ich bin nicht alleinerziehend, jedenfalls nicht offiziell, denn manchmal fühle ich mich so. Kennt Ihr anderen Mamas auch das Gefühl, dass immer alles an Euch hängen bleibt? Warum ist das so?

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Mein Schatz weiß bis jetzt nicht, wann welche Kinder Sport oder Schwimmunterricht haben und „Warum bleibt eigentlich immer alles an MIR hängen??“ weiterlesen

Was wirklich zählt im Leben

Neulich hat uns unsere Tochter mal wieder gezeigt, was wirklich zählt im Leben, nämlich in aller erster Linie das Leben selbst! Im hektischen Alltag beschweren wir uns oft über Kleinigkeiten, nörgeln über vergebliche Vereinbarkeit, jammern über unsere stressigen Kinder und vergessen dabei ganz oft, wie glücklich wir uns eigentlich schätzen können, sie zu haben. Versteht mich nicht falsch: ich bin die Nörglerin Nummer eins und „Was wirklich zählt im Leben“ weiterlesen

Silvester und Neujahrsvorsätze

Wer sich an meinen letzten Post erinnert, der weiß, dass wir vor ein paar Tagen noch keinen Schimmer hatten, wie und vor allem wo wir hier in Jerez Silvester verbringen würden. Gerne wären wir natürlich mal eingeladen gewesen, aber da es wohl unser Schicksal ist, die ewigen Gastgeber zu ein, nehme ich dieses Schicksal hiermit ganz offiziell und gerne an. Wir feiern also bei „Silvester und Neujahrsvorsätze“ weiterlesen

Vom „Gastgeben“, Lagerkoller und warum es eigentlich auch ganz schön ist, dass die Feiertage endlich vorbei sind

Heute ist der 27.12.2017 und damit sind die Weihnachtsfeiertage ganz offiziell vorbei. Wie steht Ihr dazu? Ich persönlich finde es eigentlich ganz schön, denn im Grunde genommen ist es doch so: es beginnt ziemlich stressig: die (letzten) Geschenke müssen besorgt werden, das Festmahl muss erdacht, gekauft und zubereitet, das Heim geschmückt, geputzt und vorbereitet werden und – ganz wichtig – „Vom „Gastgeben“, Lagerkoller und warum es eigentlich auch ganz schön ist, dass die Feiertage endlich vorbei sind“ weiterlesen