Mama macht Diät

So, hiermit ist es offiziell: Ich mache Diät! Es ist das erste Mal, dass ich eine Diät öffentlich mache, und mir ist bewusst, dass ich mir dadurch einen gewissen zusätzlichen Leistungsdruck aufbaue, aber genau das wollte ich. Nun gibt es kein Zurück mehr.

Spätestens wer meinen Instagram Account gesehen hat, weiß wie sehr ich Essen und Trinken liebe. Essen ist nicht einfach nur Mittel zum Zweck für mich, sondern eine echte Leidenschaft. Essen ist sinnlich, ein Genuss und Ich-Zeit, mit der ich mich belohne, die ich förmlich zelebriere, die mich durchhalten lässt. Stressige Momente bewältige ich, indem ich mir vorstelle, wie die Kinder eingeschlafen sind und ich in Ruhe Zeit zum Kochen, Essen und Genießen für mich habe, gern begleitet von ein oder zwei Aperol Spritz. Fastfood ist nicht mein Problem und generell ernähre ich mich ausgewogen, hochwertig und gesund. Als Vegetarierin kommt bei mir von Hause aus viel Gemüse auf den Tisch. Mein Problem ist einfach, dass ich ein wahnsinniger Genussmensch bin, also sehr gerne und häufig (und oft leider zu viel) esse und trinke: Bereits nach dem ersten morgendlichen Stress, nachdem ich die Kinder auf Schule und Kindergarten verteilt habe, gönne ich mir ein ausgiebiges Frühstück, bevor ich mich an die Arbeit setze. Das, gepaart mit meiner Bequemlichkeit (mit drei Kindern fahre ich fast nur noch mit dem Auto überall hin und bewege mich auch sonst nur wenn es sein muss) und meiner Aversion gegen Sport (im Fitnesscenter starre ich eigentlich nur auf die Minuten, die ich mich noch quälen muss. Spaß ist anders.), tut sein Übriges… Das Ergebnis: 18 kg mehr auf den Rippen als vor meiner ersten Schwangerschaft vor 10 Jahren (und da fand ich mich schon zu dick)!

Reißleine ziehen!

Neulich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Es muss sich etwas ändern. ICH muss etwas ändern! Ich fühle mich einfach nicht mehr wohl in meiner Haut, zwar liebe ich Kurven, aber meine sind derzeit ziemlich schlecht verteilt. Busen, Po und Hüfte hatte ich immer, und das ist auch gut so! Was mich wirklich stört ist mein Bauch: ich sehe, wenn ich ihn nicht einziehe, aus wie im 6. Monat schwanger. Sogar meine Kinder fragen manchmal, ob „da ein Baby drin“ ist. Die Taille schwindet immer mehr und der Hüftspeck quillt über die Hose. Auch an den Oberarmen habe ich zugelegt. Und im Gesicht. Und spätestens beim Eltern-Kind-Sport, als meine 5-jährige Tochter schneller war als ich (eigentlich war ich immer gut im Sprint), hätte ich merken müssen, dass es so nicht weitergehen kann. Da hat es allerdings noch etwas gedauert. „Self-denial“ heißt das im Englischen, wenn man sich etwas nicht eingestehen will. Bei mir aus Angst. Angst vor einer Diät, weil ich doch soooo gerne esse. Und Angst vor Sport, weil ich mich doch soooo ungerne bewege. Und Angst vorm Scheitern, weil ich doch soooo gerne gewinne.

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Durchstarten mit Weight Watchers und Speed Fit

Mit Speed Fit habe ich meinen persönlichen Sport gefunden; oder sollte ich „Alternative zum Sport“ sagen? Es basiert auf EMS: der Körper wird an Bauch, Beinen, Po, Rücken und Brust verkabelt und an Strom angeschlossen. Es werden Stromimpulse abgegeben, die – je nach Programmeinstellung – 3 oder 5 Sekunden lang andauern. In dieser Zeit spannen sich alle Muskeln an, der Körper muss dagegenhalten. Je nach Einstellung – meine Trainer drehen gerne hoch – kann das echt anstrengend sein. Dem Impuls folgt eine 5-sekündige Pause. Auf dem Display erscheint ein kleiner Countdown bis zum nächsten Impuls: 5, 4, 3, bei 2 muss man sich bereits wieder auf den eintreffenden Impuls vorbereiten, sonst wird es ungemütlich. Das Ganze geht dann so 15 Minuten. Selbstverständlich wird die Intensität der Impulse stetig hochgedreht, bis hin zum Endspurt, bei dem man dann wirklich noch einmal alles aus sich raus holen muss. Dann ist man fertig – in jedem Sinne! Speed Fit ist zwar definitiv nicht weniger anstrengend als das Training in einem herkömmlichen Fitnessstudio (ganz im Gegenteil!), aber da alle Muskelgruppen gleichzeitig trainiert werden, geht es viel schneller vorbei. Also perfekt für sportmuffelige Mütter mit chronischem Zeitmangel.

Ernährungsumstellung mit Weight Watchers

Was sich natürlich auch ändern muss, wenn man abnehmen möchte, sind die Essgewohnheiten. Ich habe vor einer Woche mit Weight Watchers angefangen und muss sagen, es ist echt ok. „Ok“ und nicht super-easy-peasy, weil ich einfach gerne und viel esse – auch gerne mal ein Croissant zum Frühstück oder ein Erdbeertörtchen zwischendurch und natürlich meinen heißgeliebten Aperol Spritz zum Abendessen. Das alles ist (anders als bei anderen Diäten) bei Weight Watchers zwar nicht grundsätzlich verboten, aaaaber jedes Lebensmittel erhält Punkte. Die Summe aller Punkte, die man am Tag zu sich nimmt, soll einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Diesen Wert berechnet Weight Watchers einem zu Beginn anhand des Gewichts, Geschlechts, Alters und der Größe, basierend darauf, ob man sich in seinem Beruf/Alltag eher viel oder wenig bewegt und natürlich je nachdem wieviel man abnehmen möchte. Man darf also theoretisch alles essen, was man will, solange man diesen Wert mehr oder weniger einhält. Meiner liegt momentan bei 23. Da ein Croissant 15 Punkte, ein Erdbeertörtchen 8 und ein Aperol Spritz 5 Punkte hat, habe ich schnell gelernt, mir das zwei Mal zu überlegen. Man kann dadurch aber auch gut nachvollziehen, was bei seiner eigenen Ernährung „schief“ gelaufen ist.

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Nach einer Woche Diät

Ich ernähre mich gesünder, trinke keinen Alkohol mehr und fühle mich besser. Das merke ich besonders morgens: ich komme – trotz Winter und momentan eisigen Temperaturen – schneller aus dem Bett. Und ich versuche, Bewegung in meinen Alltag einzubauen, bin bewusst aktiver: Auch wenn´s oft schwerfällt, nicht einfach den Fahrstuhl zu nehmen, gehe ich die Treppe. Und ich versuche, wenn ich schon das Auto nehme, wenigstens nicht direkt vor meinem Ziel zu parken (was in Berlin oft sowieso nicht gelingt 😉 ) sondern eine Ecke weiter. Zusätzlich werde ich heute mit einem Trainingsplan für Laufeinsteiger beginnen, wie mir auf Westendmum´s Facebook-Seite geraten wurde. Auf Runnersworld gibt es tolle Trainingspläne für jedes Level. Wir wohnen im Grunewald, da bietet sich das Laufen in freier Natur geradezu an, doch leider war das Joggen nie meine Spezialität. Ich hoffe, das wird sich dank passendem Trainingsplan nun  ändern! Ich prognostiziere mal, dass sich die Umstellung auch bald an meiner Haut abzeichnen wird und natürlich auf der Waage: in der ersten Woche habe ich schon 1,5 Kilo abgenommen. Ich hoffe, das geht weiter so. Zwölf müssen noch runter. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

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Was haltet Ihr von Diäten? Wolltet Ihr auch schon lange abnehmen oder ist das kein Thema für Euch? Habt Ihr schon mal abgenommen? Wie habt Ihr das geschafft? Habt Ihr Tipps zum Durchhalten?

 

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3 Kommentare zu „Mama macht Diät

  1. Da scheinst du auf einem guten Weg zu sein 🙂 was ich mich aber frage: Machst du beim Speed Fit eigentlich irgendwelche Übungen? Also z.B. Squats oder soetwas? Oder stehst du einfach nur verkabelt da? 😀 ich kann mir das gerade nur sehr schwer vorstellen, dass diese Stromimpulse alleine wirken sollen.
    Das mit dem Essen kenne ich aber. Ich könnte auch viel bessere (sportliche) Ergebnisse erzielen, wenn ich mal ein wenig konsequenter wäre… aber so hat jeder seine Laster.
    Liebe Grüße!

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    1. Nein, einfach nur dastehen würde gar nicht gehen, da würde es einen umhauen. Es gibt eine Art Grundposition, die man bei den Impulsen einnimmt: man geht in die Knie und streckt den Hintern raus, die Arme winkelt man dabei rechtwinklig vorm Körper an. Wenn du „Speed Fit“ googlest, findest du auch viele Videos, da kannst du es dann genau sehen. Später macht man dann auch noch einige Übungen dazu, aber das kommt bei mir erst noch 😬😬😬.

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