Unser Wochenende in Bildern, 10.-12.11.

Was für ein Luxus-Wochenende haben unsere Kinder gehabt!…. Eigentlich bin ich ja sehr dafür, dass sich Kinder auch mal alleine beschäftigen, selbst wenn ihnen dabei auch mal langweilig werden sollte – schließlich erwächst aus Langeweile Kreativität. Und auch Mama und Papa finden ein ruhiges Wochenende ohne Termine mal ganz entspannend nach einer anstrengenden Woche. Aber wie auch immer, dieses Wochenende war vollgepackt mit aufregenden Ereignissen. Seht und lest am besten selbst: „Unser Wochenende in Bildern, 10.-12.11.“ weiterlesen

Freundebücher – Wettbewerb schon im Kindergarten?

Freundebücher sind bei uns in der Kita gerade der große Renner. Gestern musste ich mal wieder gleich zwei auf einmal für meine Mittlere ausfüllen, aber selbst die 3-Jährige kam schon öfters mit einem an. Heute früh lag schon wieder eines in ihrem Fach. Dann weiß ich also, was heute Abend zu tun ist… Das Positive ist aber, dass „Freundebücher – Wettbewerb schon im Kindergarten?“ weiterlesen

Verlängertes Wochenende mit drei Kindern – janz entspannt in Berlin

Meeeensch, was hatten wir heute für ´nen schönen Tag der Deutschen Einheit!… Überhaupt war das gesamte lange Wochenende bei uns ziemlich entspannt; ich werde es mal „verbloggen“ (hab ich noch nie gemacht…).

Samstag: Ich entfloh dem morgendlichen Chaos erstmal, wie so oft, zum Bäcker und besorgte Brötchen und frische Croissants. Amori deckte in der Zeit den Tisch und kochte Tee und Kaffee. Nach dem ausgiebigen Frühstück fuhren wir die Kinder zum Geburtstag. Zum ersten Mal waren alle drei eingeladen, und so hatten wir von 11:00 bis 18:00 Zeit, das Haus zu putzen, den Garten in Schuss zu bringen und einkaufen zu gehen. Ja, klingt nicht spannend, war aber nötig und ist mit drei Kindern zu Hause fast unmöglich. Abends, nachdem die Mäuse dann gegessen hatten und frisch gebadet und glücklich erschöpft vom Geburtstag müde in ihre Betten fielen (und sofort einschliefen!), holte ich uns Sushi To Go aus unserem Lieblingsjapaner Kuchi, welches wir gemütlich mit ein paar Gläschen Prosecco Campari (find die Mischung sogar besser als mit Aperol!) vor dem Fernseher verputzten. Himmlisch!….

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Sonntag: nach einem ausgiebigen gemeinsamen englischen Frühstück – das hat sich bei uns irgendwie zur Tradition gemausert (in Andenken an meine London-Zeit – hab mal drei Jahre dort gewohnt), widmete ich mich dem Papierkram, der in der Woche liegen geblieben war. Die Kinder spielten derweil  mit ihrem Papa. Gegen Mittag begann ich mit den Vorbereitungen fürs Essen: der spanische Opa hatte sich angekündigt und ich machte eine Gemüselasagne, da passte es gut, dass in dem Moment unser Nachbar klingelte und uns seine letzte Ernte grüne Bohnen aus dem Garten vorbeibrachte. Leeeeecker!!!

Nach dem Essen sahen wir einen Film. (Seit letzter Woche haben wir nun endlich Satellitenfernsehen und können also auch jeden spanischen Sender empfangen.) Das Ganze erinnerte mich sehr an frühere Zeiten, in denen wir jeden Sonntag bei meinen Großeltern verbrachten. Es gab immer etwas Leckeres zu essen, gefolgt von Filmen, gefolgt von Kaffee und Kuchen, gefolgt von mehr Filmen, gefolgt von mehr Essen, gefolgt von ´ner Flasche Sekt, etc., etc… Bei uns gab es „nur“ eine Lasagne, gefolgt von  einem Film, und dann irgendwann Kaffee. Draußen regnete es ununterbrochen; ein richtiger Landregen in Berlin. Die Kinder spielten mit ihren neuen Bügelperlen. Es war wirklich ungewohnt ruhig und harmonisch. Gaaaanz entspannt. Entgegen unserer Planung waren wir sogar zu faul, uns abends noch etwas zu Essen zu machen, und so landeten wir mit der Auflaufschüssel Lasagne vor dem Fernseher auf dem Sofa. Ich hoffe, das macht jetzt nicht den totalen „Asi-Eindruck“, aber schön war´s mal, denn sonst sind wir immer nur am Rennen und haben weder Zeit noch Muße, mal faul zu sein.

Montag: Brückentag in der Kita, aber die Schule hatte ihren Hort geöffnet. Vormittags spielten die Mädchen wieder mit Bügelperlen, danach „Baby“ in ihrem Zimmer und stritten sich auffällig wenig. Ich und Amori gingen die Weihnachtsferienplanung an (sind aber immer noch unentschlossen was die Flüge angeht). Mittags kochte ich aus dem restlichen Gemüse vom Vortag ein indisches Curry, mit Kürbis, den Bohnen vom Nachbarn, Blumenkohl, Kartoffeln, Erbsen und etwas frischer Paprika. Dazu gab´s Basmatireis, in Salz-Kardamom-Wasser zubereitet. Très bon! Ich machte gleich zwei Töpfe: ein Kinder-Curry (nicht scharf) und eines für uns Eltern mit reichlich Chili. Ich liiiiiieeeeebe scharfes Essen! Nachmittags musste Amori dann los zur Arbeit, er nahm Carlos mit. Ich ging derweil mit den Mädchen Schuhe kaufen, die alten fielen schon fast auseinander. Abends gab es belegtes Pumpernickel, dazu Gurkenscheiben. Hatte ich ewig nicht gegessen!

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Dienstag: Tag der Deutschen Einheit. Die Kinder ließen uns auffällig lange schlafen, bis um 9:00! Nach dem Frühstück zogen wir los in Richtung Teufelsberg, kletterten hinauf und fanden uns oben mit vielen anderen Familien wieder, die die gleiche Idee hatten. Viele ließen Drachen steigen. (Ich muss uns auch unbedingt einen besorgen!)

Das Wetter empfand ich trotz Wind und mehrfacher Regenschauer als perfekt, es war nicht kalt, authentisch herbstlich und erinnerte mich an meine geliebten romantischen englischen Dramen à la Wuthering Heights oder Sense and Sensibility (Sturmhöhe oder Sinn und Sinnlichkeit). Nach unserem Abstieg wanderten wir noch lange durch den Grunewald.

Hungrig fielen wir dann gegen 14:00 in der „Scheune“ ein. Deutsche Küche ist irgendwie genau das richtige bei dem Wetter! Wir aßen Käsespätzle, Schnitzel und Ochsenfetzen, tranken Bier und Fassbrause, und zum Nachtisch gab´s den besten Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster. Leider mussten wir uns dann beeilen, weil Amori zur Arbeit musste – und so trank ich zum Abschluss statt Cappuccino einen Espresso auf ex. 😉

Schatzl ist also jetzt arbeiten, ich schreibe an meinem Blog und die Kinder spielen mit….? Richtig: Bügelperlen! Gerade als ich darüber sinnierte, wie ruhig und gemütlich und ohne größere Aufregungen dieses lange Wochenende bei uns doch ablief, kam meine Kleinste weinend auf mich zu: eine Bügelperle steckte in ihrer Nase! Ich probierte es mit Schnauben und Schieben, doch sie wollte nicht mehr hinaus! Selbst mit der Pinzette bekam ich sie nicht richtig zu fassen. Ich sah uns schon die halbe Nacht im Krankenhaus sitzen (bis man in Berlin in der Kinder-Ersten-Hilfe dran kommt, dauert es)! Weiterhin versuchend, ihr die Bügelperle aus der Nase zu fummeln, ließ ich meine Tochter noch einmal kräftig schnauben, als plötzlich – schwupp – die Perle herausplumpste!

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Wie habt Ihr das verlängerte Wochenende verbracht? Auch eher ruhig oder gab es „Aufreger“?

 

Mama und Papa haben Freigang

Ich habe ein „Luxusproblem“: Schatzi und ich haben morgen „Ausgang“. Jetzt bin ich die ganze Zeit am Überlegen, wie wir diese kinderfreie Zeit am besten ausnutzen. Ich würde am liebsten ALLES, was ich so lange nicht gemacht habe/ nicht machen konnte mit Kindern dort hineinpacken: Spabesuch, gefolgt von Kino, romantischem Candle Light Dinner mit Amori,  alle unsere Freunde auf ein paar Drinks treffen, in die Disco, bis morgens tanzen, am nächsten Vormittag gemütlich brunchen gehen – oder doch lieber einfach einen gemütlichen Abend zu zweit? Auf dem Sofa kuscheln, gemeinsam kochen, vor dem Fernseher essen, nicht ganz so spät ins Bett, um endlich mal wieder richtig auszuschlafen, ohne den nächtlichen (spätestens sehr frühmorgendlichen)  Kinderbesuch im Bett. Dann entspannt, und ohne den sonst bei uns üblichen morgendlichen Stress (hier beschrieben), frühstücken, dabei vielleicht sogar ein paar Zeilen, ach was, ganze Artikel in der Zeitung lesen. Danach entspannt duschen und in aller Ruhe tun, wonach einem ist: Galerie, Kinobesuch, Museum, Flohmarkt – ohne ständig darauf achten zu müssen, dass die Kinder 1. nicht abhanden kommen im Gewimmel und 2. nicht alles anfassen und umschmeißen. Vom fortwährenden „MAAAMAAAAAA, kaufst Du mir das?“, „MAAAAAMAAAAAAA, kann ich das haben?“ und – IMMER in den wirklich unpassendsten Momenten –  „MAAAAMAAAAAAA! Ich muss Kacka!“, mal ganz zu schweigen.

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Leider habe ich gemerkt, dass mich diese ungewohnte Freiheit teilweise sehr überfordert: plötzlich hat man so viele Möglichkeiten. Wofür soll man sich da nur entscheiden? Was, wenn man am Ende doch nicht die (vermeintlich) beste aller Optionen gewählt hat?  Dann ärgert man sich und muss (wie in unserem Fall) mindestens ein halbes Jahr warten, bis man wieder einmal „Kinderfrei“ hat. Irgendwie fühlt man sich wie in einer Fernbeziehung: man unternimmt nicht oft etwas zusammen, aber wenn, dann MUSS es PERFEKT sein. Wenn nicht, ist man frustriert.  Man ist daher angespannt, nervös und dummerweise ist die Atmosphäre gerade deshalb eben nicht perfekt. So ähnlich wie an Silvester. Kennt Ihr das? Am 31.12. muss die Party einfach super werden. MUSS! Man hat so viele Erwartungen an diesen einen Abend, dass die Enttäuschung eigentlich schon vorprogrammiert ist. Die besten Abende hat man doch fast immer spontan, wenn man locker und ohne große Erwartungen irgendwo hingeht und sich einfach vom Abend und seinen Begebenheiten treiben lässt. Mit kleinen Kindern kann man aber in dieser Hinsicht nicht spontan sein. Alles muss vorher organisiert werden. Und dann heißt es, gut zu panen, um diese kostbare Zeit voll auszunutzen. Ohne Kinder bin ich selbst in meinen eigenen vier Wänden von den unzähligen Möglichkeiten überfordert. Habe ich mal einen freien Nachmittag, freue ich mich schon Tage vorher unglaublich darauf: einfach mal nur machen, worauf ICH Lust habe: lesen, malen, backen, bloggen, Fotoalben einkleben (wenigstens die Urlaubsfotos möchte ich auch analog archivieren), …. die Liste ist lang. Doch kaum ist meine Familie aus der Tür, sitze ich da — und weiß nicht, was ich (zuerst) machen soll. Nach einigen Minuten entscheide ich mich dafür, dass es erst einmal gemütlich werden muss, um sich auch wirklich entspannt etwas widmen zu können, also fange ich an, das Haus aufzuräumen und zu putzen. Kurz bevor ich fertig bin, klingelt es auch schon an der Tür. Mein Sohn, der wie immer vorgerannt ist, strahlt mich an: „Wieder daaaaaa!!!!“

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Frei vorbei…. hm, gut, dann werde ich jetzt mal Essen machen….

Alltag mit Kindern – oder doch nur alles eine Phase??

„Was genau ist denn eigentlich so stressig?“, fragte mich meine kinderlose Kollegin (und liebste Freundin) nachdem ich ihr gestern mal wieder mein Leid klagte. Ich sei zur Zeit echt fertig, erzählte ich ihr, völlig am A…, fühle mich ausgelaugt, ohne Kraft und Energie.  Und dann diese Mehrfachbelastung, aber vor allem diese Kinder!!… Tja, was genau ist so stressig? Es beginnt morgens mit dem frühen Aufstehen. Immer. Auch an den Wochenenden. Und wenn die Kinder schon so früh aufstehen, können sie natürlich auch nicht ruhig spielen oder etwas malen; nein, dann wird erstmal das lauteste Spielzeug (die spanischen sind da besonders leistungsstark!) eingeschaltet, so dass auch wirklich JEDER der noch schläft aufwacht. Sobald dann alle Kinder wach sind, fängt auch schon das Ärgern an. Jeder jeden und in jeglicher Art und Weise; die kleineren hauen und kneifen sich dann auch schon mal. Entsprechend laut schreit dann das jeweilige Opfer. Entweder sie kriegen sich von alleine wieder ein und spielen etwas anderes – meist etwas noch lauteres wie z.B. fangen, wobei sie die Treppe, die direkt an die Nachbarwand grenzt, hoch und runterrennen und dabei schreien – oder sie machen so lange weiter, bis einer von uns Eltern, müde und gereizt, hochstürmt und sie ermahnt, doch bitte endlich ruhig zu sein – ok, manchmal vergessen wir das Bitte vielleicht auch…

Ist das „Spiel“ unterbrochen, kommen auch prompt die ersten Forderungen: „Mama, gib mir Papier. Ich will malen!“ Noch bevor ich darauf reagiere, kommt dann schon die nächste Forderung vom gleichen Kind „Mamaaaa, ich will frühstücken!“,  gefolgt von „MAMAAAAA…. FERTIG! KACKA GEMACHT!!“ vom anderen Kind oben im Bad. Es ist dann meist gegen 7:00 an einem Sonnatgmorgen. Ich gebe mich geschlagen und stehe auf. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich dann auch schon mal Brötchen holen gehe, einfach um diesem Chaos zu entkommen. Statt nur schnell Brötchen zu holen und dann sofort wieder nach Hause zu fahren, bestelle ich mir jedoch erst einmal  einen großen Cappuccino und komme zu mir. Wieder zu Hause murmel ich dann meist etwas von wegen, die Croissants hätten noch 10 Minuten im Ofen gebraucht. Überlebensstrategie halt…

Nach dem Frühstück, während dem man natürlich ständig aufstehen muss, weil eines der Kinder gerade ganz dringend ein Taschentuch/ genau den Brotaufstrich, der gerade nicht auf dem Tisch steht / genau das Getränk, das gerade nicht auf dem Tisch steht braucht, oder man einen Lappen holen muss, um den Kakao, den eines der Kinder umgestoßen hat, aufzuwischen, kommt dann auch schon die Frage „Was machen wir heute?!“ Machen… immer machen… wie schön waren die Zeiten, als ich sonntags nie etwas machen musste, außer vielleicht mich mit Freunden (da hatte ich noch welche) zum Brunch zu treffen und nachmittags zu Hause ein Buch zu lesen, baden zu gehen, mir die Nägel zu lackieren. Hach ja… Nun gut – zurück ins Hier und Jetzt: also, wir machen etwas. Aber selbst das ist ein Kampf, denn spätestens wenn es ans Anziehen geht, gehen die Diskussionen wieder los: Carlos hat stets genaue Vorstellungen von dem, was er anziehen will – egal , ob die Sachen gerade schmutzig oder noch nass sind. Emma hat genaue Vorstellungen davon, was sie nicht anziehen möchte: das kratzt, das ist hässlich, nein, sie will keine Jacke bei 10 Grad Außentemperatur, Carla besteht auf ihre Sommersandalen, auch wenn diese ihr schon zwei Nummern zu klein sind (vom unpassenden Wetter mal ganz abgesehen)… AAAARRRGGGHHH!!! Weiter geht´s mit den Spielsachen: Emma möchte ihre Puppe im Puppenwagen mitnehmen, aber Carla hat ihren Wagen. Nein, das sei ihr wagen, nein, es sei Emmas. Beide schreien. Carlos freut sich, dass wieder „Action“ ist. Er dreht nun richtig auf. Klatscht in die Hände und tobt munter zwischen seinen Schwestern herum, was diese (und mich!) noch nervöser macht. Sich angezogen hat er aber immer noch nicht….

I could go on, and on, and on, aber ich glaube, man bekommt einen Eindruck. Was ich meine ist, man fühlt sich, als kämpfe man ständig gegen Windmühlen, muss für die kleinsten Kleinigkeiten solch eine Energie aufwenden, dass man eigentlich gar keine Lust mehr hat, etwas zu unternehmen, man hat nie frei, ist fortwährend fremdbestimmt und kommt irgendwie nie zur Ruhe – erst wenn die Kinder abends schlafen, aber dahin ist es ein langer Weg, nachdem man oft selbst nur noch tot ins Bett fällt – schließlich muss man ja am nächsten Tag wieder früh raus…

Geht das nur mir so, oder ist das bei Euch ähnlich?