Auszeiten von den Kindern und warum diese so wichtig sind für „Mama und Papa“

Haushalt, Kinder, Job, Termine, Partnerschaft, etc., etc. zu wuppen schlaucht – je nachdem wie voll der eigene Akku ist – mehr oder weniger. Bei mir seit Wochen mehr… wenn man nur noch gereizt ist, sich ständig überfordert fühlt, auch nach größter Anstrengung nicht überzeugt davon ist, auch tatsächlich das Bestmögliche gegeben zu haben, dann ist ganz klar Zeit für eine Pause. Leichter gesagt als getan wenn man Kinder hat, aber keine (familiäre) Unterstützung weit und breit. Was will man denn tun? Ein einzelner Entspannungstag oder auch ein Mal abends ausgehen hilft nicht auf Dauer, wenn spätestens am nächsten Morgen die lieben Kleinen wieder auf der Matte stehen. Klar, man könnte jetzt zum Familienurlaub greifen, aber garantiert das wirklich Erholung für die gestressten Eltern?

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Oft ist Urlaub mit Kindern noch anstrengender als der Alltagswahnsinn zu Hause: ständig müssen die Kleinen beschäftigt werden, sonst tun sie ihrer Langeweile offen kund oder machen „Quatsch“, also spielt man mit ihnen, plant und organisiert Tagesausflüge, ist dabei ständig bemüht, sie auch ja im Auge zu behalten und kommt wieder nicht zu seiner eigenen wohlverdienten und so dringend benötigten Entspannung. Wer nun meint, ein Hotel mit Miniclub sei die Lösung, der solle bedenken, dass auch diese bestimmte Öffnungszeiten haben (oft nur wenige Stunden am Tag und auch nicht jeden Tag), schnell mal überfüllt sein können, von Personen geleitet werden, die vielleicht gerade kein Deutsch können, oder dass die eigenen Kinder einfach nicht dort bleiben mögen – immerhin sind es fremde Personen in einer fremden Umgebung. Beim Essen geht der Stress dann oft weiter: die Kinder drängen darauf, sich das Essen vom Büffet alleine zu holen. Erlaubt man es ihnen nicht, ist Streit und Gequengel (je nach Phase evtl. sogar Geschrei) vorprogrammiert, erlaubt man es ihnen, ist man stets dem Herzinfarkt nahe – bitte, bitte, lass nichts herunterfallen, drängle dich nicht vor, fasse nichts mit den Fingern an, probiere nichts, was du, weil du es nicht magst, wieder auf das Büffet zurücklegst…. Erholung sieht anders aus. Und selbst wenn man nach dem ganzen Stress noch genügend Energie hätte, am Abendprogramm teilzunehmen, ist das mit Kindern so gut wie ausgeschlossen, weil sie erstens ins Bett müssen und zweitens, selbst wenn man sie im Urlaub länger aufbleiben lässt, müde sind – und wir wissen alle, wie unsere Kinder drauf sind, wenn sie müde sind…

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Was kann man also tun, um seinen Akku wieder aufzuladen? Ganz klar: man muss sich eine längere Auszeit schaffen. Mit länger sind nun nicht gleich drei Wochen am Stück gemeint, aber vier Tage sollten es schon mindestens sein. Die meisten Familien haben das Glück, auf Omas und Opas / Tanten und Onkel zurückgreifen zu können, wenn nicht, kann man vielleicht sogar eine liebe Freundin fragen. Notfalls könnte man anbieten, im Gegenzug mal eine Woche ihr Kind zu nehmen (wenn es nicht gerade in der Ferienzeit ist, und es vielleicht sogar auf die gleiche Schule/ in die gleiche Kita geht wie der eigene Nachwuchs, dürfte die Organisation ja auch nicht zu schwer werden). In dieser kinderlosen Zeit kann man dann tun und lassen was man will und sich mit dem Partner noch mal wie vor den Kindern fühlen. Ob man nun vereist oder sich zu Hause etwas Gutes tut, extrem wichtig ist, dass man diese Zeit als Paar nutzt, da man sich im Alltag schnell entfremdet: alles andere ist da oft wichtiger als die eigene Beziehung, die dann auf der Strecke bleibt. Warum sie das aber gerade nicht sollte, ist einfach: man muss sich immer klarmachen, dass es im Endeffekt der Partner ist, mit dem man (im Idealfall) den Rest seines Lebens verbringen möchte. Als Mama und Papa definiert man sich nur über seine Kinder, für einen selbst ist man hauptsächlich ein Liebespaar – und das auch lange nachdem die Kinder mal ausgezogen sein werden. Ein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber ist da fehl am Platz, denn auch sie können doch von glücklichen, zufriedenen, ausgeglichenen Eltern nur profitieren!

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