Liebeserklärung an meine Mäuse

(Westenddad und ich sind seit zwei Tagen aus unserem 8-tägigen Paarurlaub zurück.)

Ich hätte das echt nicht gedacht – gegeben wie gestresst und genervt vom Muttersein ich oft bin – aber ich habe Euch soooo vermisst. Also gut, im Urlaub selbst ging es noch, schließlich wusste ich ja auch, dass ihr gut aufgehoben wart und es Euch gut ging, aber als ich Euch dann endlich wieder hatte, ist es mir erst so richtig aufgefallen. Ich möchte Euch nicht missen, um nichts auf der Welt ohne Euch sein. Regretting Motherhood? Absofuckinglutely not! Das heißt aber nicht, dass wir nicht mal wieder ein paar Tage, vielleicht auch mal ´ne Woche, ohne euch verbringen werden, aber es hat mir gezeigt, dass Ihr wirklich, wirklich das Allergrößte für mich seid. Ihr seid meine Babys und ich liebe Euch über alles! Ihr macht mein Leben bunter, sinnvoller und so viel schöner, lustiger, reicher und spannender. Klar, hektischer, stressiger und anstrengender natürlich auch, aber auch das ist schön. Es gehört dazu. Ihr stellt mich täglich vor neue Herausforderungen, bringt mich an meine Grenzen und oft auch darüber hinaus. Ihr treibt mich regelmäßig zur Verzweiflung; immer wenn ich denke, jetzt geht nichts mehr, ich kann nicht mehr, dann geht´s irgendwie doch. „It always seems impossible until it´s done“. Ihr habt einen besseren Menschen aus mit gemacht. Ihr wachst an mir und ich aber mindestens genauso an Euch! Diese ganz besondere Beziehung, die nur Eltern nachvollziehen können. Wenn es so etwas wie absolute Selbstlosigkeit gibt, dann wohl nur zwischen Eltern und Kindern. Ich würde wirklich alles für Euch geben, mein letztes Hemd, mein letztes Geld, sogar mein Leben, wenn es sein müsste.

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Die Zeit ohne Kinder hat mir aber auch so richtig verdeutlicht, wie nötig ich sie hatte, wie gestresst und ausgelaugt ich war von allem, auch (und gerade) vom Mamasein. Es war  (seit fast neun Jahren) das allererste Mal, dass mein Schatz und ich zusammen mehr als 24 Stunden ohne Kinder waren, also wieder nur als Paar funktionieren durften, uns nur uns und unseren eigenen Interessen widmen konnten. Solche Zeiten sind wichtig. Nur wenn es einem selber gut geht, wenn der eigene Akku voll ist (oder jedenfalls nicht ständig nur auf Reserve läuft), hat man Kraft, sich um andere zu kümmern. So nach dem Motto, erst muss die eigene Sauerstoffmaske/ Schwimmweste sitzen, bevor man sie seinen Kindern anlegt. Ein „gesunder Egoismus“ hat also letztendlich gar nichts mit „Egoismus“ zu tun, sondern ist einfach Common Sense.

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Man kann nur glücklich sein, wenn man es sich erlaubt, so zu sein, wie man ist, wenn man es sich gestattet, Dingen nachzugehen, die einem wichtig sind (ohne deshalb gleich ein schlechtes Gewissen zu haben), wenn man nicht nur die seiner Kinder sondern auch seine eigenen Interessen ernst- und wahrnimmt. Daher kann es auch gar kein „Patentrezept“ dafür geben, was richtig ist und was nicht: ab wann sollte das Kind in die Kita?/ (Wie lange) Sollte man es stillen?/ Sollte die Mutter zu Hause bleiben oder nicht? Wenn nicht, wie lange darf sie im Büro bleiben? Die Antworten auf diese Fragen sind so individuell wie die verschiedenen Familien selbst. Jede muss für sich selbst entscheiden. Das wichtigste ist, dass man mit seinen Entscheidungen glücklich ist und sich nicht auf irgendetwas festlegt, nur weil die Gesellschaft es so oder anders erwartet.

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Seid authentisch, nehmt Euch und Eure Interessen ernst. Nur wer mit seinem Leben zufrieden ist, wird die Kraft finden, in seiner Elternrolle aufgehen zu können.

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